3 Titel in Folge / Tolle Stimmung in der Rittal Arena in Wetzlar / Männermannschaft holt Bronzemedallie / Nächstes Turnier in Peking 2008 bei den Paraolympics

(Bild: Giessen-Server.de)
WETZLAR (fsy). Deutlicher als erwartet setzte sich das deutsche Frauenteam bei den Europameisterschaften im Rollstuhlbasketball gegen die Mannschaft aus den Niederlanden im Finalspiel durch. Mit fast 30 Punkten Vorsprung gewann die deutsche Auswahl zum dritten Mal in Folge die Europameisterschaften. 3500 Zuschauer erlebten ein tolles Endspiel im Turnier mit den besten Mannschaften aus Europa.

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Nach einem nervösen Auftakt mit vielen Ballverlusten und Unkonzentriertheiten auf beiden Seiten, setzte sich das deutsche Team am Ende des 1. Viertels deutlich ab. Die meisten Korbpunktesammelte Marina Mohnen, die auch als erfolgreichste Korbwerferin des gesamten Turniers ausgezeichnet wurde.

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Spiel entscheidend für den erneuten Titelgewinn der deutschen Mannschaft war letztlich die Spielübersicht und Selbstsicherheit, die Schnelligkeit und das Kombinationsspiel. Dazu traf neben Marina Mohnen auch Maren Butterbrodt zielsicher und steuerte 15 Punkte zum Gewinnergebnis bei.
Stimmen zum Spiel:
Holger Glinicki (Trainer Deutschland): „ Unser Ziel war, Gold zu gewinnen. Das haben wir erreicht. Wir haben viel Arbeit in diese Mannschaftinvestiertund das hat sich letztlich ausgezahlt. Die anderen Länder arbeiten allerdings auch sehr hart, so dass es bei den Paralympics sehr schwer werden wird. Unser Ziel ist aber auch dort klar definiert und das heißt Gold. Für Holland war dieses Spiel eine wichtige Erfahrung. Maren Butterbrodt war die herausragende Akteurin, sie hat alles richtig gemacht, besser kann man nicht spielen.

Trainer Holger Blinicki umarmt Edina Müller (Bild: Giessen-Server.de)
Maren Butterbrodt (Spielerin Deutschland): „Wir haben anfangs Fehler gemacht, die aber nicht so sehr ins Gewicht fielen. Im Verlauf der Partie haben wir uns eingeschossen und waren auch in der Defensive stark. Wir sind überglücklich“.

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Annette Kahl beim Freiwurf (Bild: Giessen-Server.de)
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Annette Kahl
Kees van de Bunte (Co-Trainer Niederlande): „Wir haben mit dem zweiten Platz erreicht, was wir wollten. Natürlich versucht man immer den Sieg zu erringen, doch es hat eben nicht gereicht. Insgesamt hat unser Spiel nicht ganz so funktioniert, wie wir es uns vorgestellt haben, sind aber mit dem Ergebnis zufrieden. Begeistert mit ich vom ganzen Flair hier in Wetzlar und von der Organisation dieser Europameisterschaft“.

3 x 4 macht 12: Verena Klein und ihre besten Fans (Bild: Giessen-Server.de)
Sandra Braam (Spielerin Niederlande): „Das ganze Team hielt zusammen und wir hatte super Laune. Selbst das Publikum war in guter Stimmung und unterstützte uns, obwohl es natürlich vor allem für die deutsche Mannschaft gejubelt hat. Wenn alle Spielerinnen in einem Top-Zustand sind, dann werden wir es in Peking noch einmal gegen Deutschland versuchen.
Roos Oosterbaan (Spielerin Niederlande): „Die Verletzungen haben uns auf jeden Fall zurückgeworfen. Wäre das nicht gewesen, hätten wir definitiv besser gespielt.“
*
Im vorausgegangen Spiel um den 3. Platz sicherten sich die deutschen Männer mit einer Energieleistung die Bronzemedallie. Nach der 1. Spielhälfte dachte niemand mehr an einen Sieg, doch im letzten Viertel kämpften sich die deutschen Spieler Punkt für Punkt heran und konnten das Spiel noch für sich entscheiden.
Giessen, 03. September 2007 / Bilder: Frank Sygusch (Giessen-Server.de)
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