GIESSEN (mip/r). „Krebserregende Laserdrucker“, „Asthma durch Schimmelrasen an Wohnungswänden“, „Gesundheitsgefährdende Zustände in Schulzimmern“ - jeder kennt solche Schlagzeilen, aber selbst der informierte Bürger kann sich nicht sicher sein, ob diese Nachrichten solide recherchiert sind. Die von der Justus-Liebig-Universität, der Stadt Giessen und der Landesärztekammer gemeinsam organisierte Informationsveranstaltung „Krebs durch Arbeit – Belastung im Innenraum“ möchte zur Versachlichung solcher Debatten beitragen. Die Vortragsveranstaltung im Rahmen der Woche der Medizin findet am 05. Oktober 2007 im Hygiene-Hörsaal, Rudolf-Buchheim-Straße 2, ab 15.00 Uhr statt.
Erfahrene Umweltmediziner der Justus-Liebig-Universität bewerten in kurzen, allgemeinverständlichen Vorträgen die gesundheitlichen Risiken von Schadstoffen in Innenräumen: PD Dr. Joachim Schneider referiert den aktuellen Stand zur Belastung durch Asbest in Innenräumen, Prof. Dr. Volker Mersch-Sundermann erläutert seine viel diskutierte Studie zur Gefährdung durch Tonerstäube und PD Dr. Frank A. Pitten stellt den „Umweltmedizinischen Leitfaden Schimmelpilze“ vor., Die Umweltmedizinische Expertin des Stadtgesundheitsamts Frankfurt PD Dr. Ursel Heudorf bewertet darüber hinaus die Gefährdung von Schulkindern durch „dicke Luft“ in Schulräumen.
Mit dem Gebäudepass wurde ein Instrument geschaffen, das die Sicherung der Bauqualität und den Verbraucherschutz verbessern soll. Dipl.-Ing. Marion Lorengel vom Amt für Umwelt und Natur der Stadt Gießen und Dipl.-Ing. Eckhard Kegelmann, Institut für Umweltstudien und -beratung, stellen das Modul Gesundheit des „Giessener Gebäudepass“ vor und berichten von Ihren Erfahrungen aus der Praxis.
Ist der Schadensfall eingetreten, folgt oft der Gang zum Gericht. Eine juristische Einordnung von Gesundheitsbelastungen im Innenraum stellt der Direktor des Amtsgerichts Husum am Beispiel der Schimmelpilze vor.
Zum Abschluss der Veranstaltung erhält das Publikum die Gelegenheit, im Rahmen einer offenen Podiumsdiskussion mit den Expertinnen und Experten zu diskutieren.
Kontakt: Prof. Dr. Thomas Eikmann,
Direktor des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin
Friedrichstraße 16, 35392 Giessen
Telefon: 0641 99-41451
Giessen, 25. September 2007
Mai 2012
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