WIESBADEN (mip/r). Im Jahr 2006 waren bei 16 360 Hessen Herzerkrankungen die Todesursache. Wie das Hessische Statistische Landesamt zum kommenden Welt-Herztag am 30. September mitteilt, entsprach dies gut 28 Prozent aller 57 840 Todesfälle. Bezogen auf jeweils 100 000 Personen waren Herzerkrankungen von Frauen mit 297 Todesfällen häufiger als bei Männern (246).
An ischämischen Herzkrankheiten (Minderdurchblutung des Herzens) starben 2006 knapp 9600 Personen, die sich auf Männer und Frauen fast hälftig aufteilten. Allerdings erlagen mit 2130 Gestorbenen mehr Männer als Frauen (1640) dem zu den ischämischen Herzkrankheiten zählenden Herzinfarkt, was sich auch in der Sterblichkeit von 72 Gestorbenen je 100 000 Männern gegenüber 53 gestorbenen Frauen zeigt.
Herzerkrankungen insgesamt führten überwiegend bei älteren Menschen zum Ableben, während am Herzinfarkt auch knapp zwei Prozent der Personen unter 45 Jahren starben. Weiterhin waren 85 Prozent der am Herzinfarkt Gestorbenen älter als 65 Jahre und 13 Prozent waren zwischen 45 und 65 Jahre alt.
Die Herzerkrankungen zählen zu den Erkrankungen des Kreislaufsystems, die 2006 für 24 200 Personen die Todesursache waren. Dies entsprach mehr als vier Zehnteln aller Todesfälle. Die Sterbeziffer für Kreislauferkrankungen lag 2006 bei knapp 400 Gestorbenen je 100 000 Einwohner (Männer 342 und Frauen 451).
Giessen, 28. September 2007
Mai 2012
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