Von Rüdiger Oberschür

Foto: Rüdiger Oberschür
FRANKFURT/Main. Das lautstarke Buhlen der Paparazzi am roten Teppich um die letzten prominenten Gesichterwar gerade verklungen, da eröffnen Oliver Mommsen und Annette Flierl auf der Bühne der Alten Oper Frankfurt bereits die Verleihung des 18. Hessischen Film- und Kinopreises. Sichtlich vergnügt führte das Moderatorenduo durch die am Ende dreistündige Veranstaltung. Die Jury unter der Leitung von Maria Wismeth, der Hauptgeschäftsführerin der Hessischen Filmförderung, bestand in diesem Jahr aus dem Produzenten Uli Aselmann, dem Journalisten Rüdiger Suchsland und Schauspieler Woran Wilke Möhring.
Dann die erste Laudatio und eine von vielen üblichen Danksagungen. Georg Nonnenmacher und Henning Drechsler erhielten als erste für ihre originelle Schiedsrichter-Dokumentation den mit 30.000 Euro dotierten Preis der Kategorie Dokumentarfilm, Meike Rathsmann den Hessischen Hochschulfilmpreis für ihr liebevolles wie ungewöhnliches Portrait über den deutsch-ghanaischen „König Bansah“. Den mit 15.000 Euro dotierten Kurzfilm-Preis erhielt die Marburger Jura-Studentin Lydia Dykier für „Legginsjeans“. Das Licher Kino Traumstern erhielt mit einem von zehn Kinopreisen 10.000 Euro für ein „Filmtheater, wo über Filmkunst hinaus Kultur erfahrbar wird“, wie es in der Jurybegründung heißt.

Berlinale-Chef Dieter Kosslik war eigens angereist um Michael Winterbottom in der Kategorie Literaturverfilmung den mit 10.000 dotierten Preis für „Ein mutiger Weg“ (A mighty heart)“ zu überreichen. Der Film über die Entführung und Ermordung eines Journalisten im Irak, basiert auf dem gleichnamigen autobiographischen Buch von Mariane Pearl und kam mit Angelina Jolie in der Hauptrolle im September in die deutschen Kinos.

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Erstmalig wurde in diesem Jahr außerdem der undotierte „Cinema für Peace Award“ vergeben, den Produzent Roland Emmerich und Marco Kreuzpaintner für das Drama „Trade – Willkommen in Amerika“ entgegennahmen.

Der undotierte Ehrenpreis ging an den Schauspieler Günter Lamprecht, an die Schauspieler Fritzi Haberlandt und Joachim Król für zwei HR-Produktionen. „Beide haben zum ersten Mal für den HR gespielt und dabei außerordentliche Leistungen gezeigt. Wir sind stolz darauf, dass es uns immer wieder gelingt, so großartige Schauspieler für unsere Produktion gewinnen zu können“, sagte hr-Intendant Helmut Reitze, der die Darstellerpreise überreichte. Den mit 30.000 Euro dotierten Preis für den besten Spielfilm erhielt Regisseurin Maria Speth für „Madonnen“.

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Giessen, 16. Oktober 2007 / alle Bilder: Rüdiger Oberschür
Mai 2012
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