WIESBADEN (mip/r). Im Wintersemester 2007/08 haben 23 900 Frauen und Männer mit einem Studium an einer hessischen Hochschule begonnen. Im Vergleich zum Wintersemester 2006/07 erhöhte sich damit die Zahl der Studierenden im ersten Hochschulsemester geringfügig um 250 oder ein Prozent. Wie das Hessische Statistische Landesamt aufgrund vorläufiger Meldungen der Hochschulen mitteilt, ging die Zahl aller Studierenden dagegen zurück. Insgesamt sind an den Hochschulen in Hessen im laufenden Wintersemester 149 000 Studierende immatrikuliert; das entspricht einem Rückgang von 14 500 oder 8,9 Prozent. Für das vorläufige Ergebnis werden dem Statistischen Landesamt alle Studierenden, die nicht beurlaubt sind, gemeldet. Nach Auskunft der Hochschulen geht der Rückgang der Studierendenzahlen mit einem sprunghaften Anstieg von Beurlaubungen einher. Studierende, die sich in einem Urlaubssemester befinden, sind von der Zahlung der neu eingeführten Studiengebühren befreit.
Unter den Studierenden sind 70 000 Frauen und 79 000 Männer; bei den Studienanfängern ist das Geschlechterverhältnis dagegen ausgeglichen: Die Anzahl der ausländischen Studierenden ging von 23 500 auf 20 000zurück, das entspricht einer Abnahme um 15 Prozent. Bei den ausländischen Studienanfängern ist ein Rückgang um sechs Prozent auf 3350 festzustellen.
An den sieben hessischen Universitäten befinden sich 15 500 Studierende im ersten Hochschulsemester. Damit verzeichnen die Universitäten gut 450 oder drei Prozent mehr „Erstsemester“ als im vergangenen Wintersemester. Die meisten Studienanfänger meldeten mit 3500 die Universität in Frankfurt, gefolgt von den Universitäten in Giessen und Darmstadt mit 3400 bzw. 3100 Erstsemestern. Die Universität in Kassel meldete 2600 und die in Marburg 2400 Studierende im ersten Hochschulsemester. An den beiden Universitäten in privater Trägerschaft, der European Business School und der Frankfurt School of Finance & Management, haben sich 300 bzw. 200 Studierende erstmals immatrikuliert. Die hessischen Universitäten meldeten insgesamt 97 500 Studierende, das sind 11 400 oder knapp 10,5 Prozent weniger als im vergangenen Wintersemester.
Weitere 7500 Studierende sind an den zwölf hessischen Fachhochschulen im ersten Hochschulsemester eingeschrieben; das entspricht einer Abnahme von 300 oder vier Prozent. Insgesamt besuchen die Fachhochschulen mit 47 200 Studentinnen und Studenten 3200 oder sechs Prozent weniger als im vergangenen Wintersemester.
An den fünf hessischen Verwaltungsfachhochschulen begannen 660 Studenten ihre Ausbildung (plus 19 Prozent). Insgesamt werden hier 2600 Nachwuchskräfte für den nichttechnischen Dienst ausgebildet, das entspricht einer Zunahme von gut 100 Studierenden oder fünf Prozent.
An den drei Kunsthochschulen haben sich knapp 200 Studienanfänger eingeschrieben (plus acht Prozent). Insgesamt sind hier 1200 Studierende immatrikuliert, gut 100 oder zehn Prozent weniger als im vergangenen Wintersemester.
Die drei theologischen Hochschulen meldeten 30 Studienanfänger und damit etwa ein Viertel weniger als im Vorjahr. Insgesamt studieren an den theologischen Hochschulen gut 400 Männer und Frauen (plus 14 Prozent).
Giessen, 14. November 2007
Mai 2012
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