GIESSEN (mip/r). „Unverhoffte Geschenke sind doch meistens die besten.“ Mit diesen Worten eröffnete der Wetzlarer Oberbürgermeister, Wolfram Dette, schmunzelnd seine kleine Festansprache, die der Überreichung des Schecks voranging.

Dr. Reinhard Kaufmann (li.), Intendantin Catérine Miville und der Wetzlarer Oberbürgermeister Wolfram Dette (Bild: Klaus Kächler)
Gemeinsam mit dem Giessener Kulturdezernenten, Dr. Reinhard Kaufmann, war Dette am Montag ins Foyer des Stadttheaters gekommen, um Intendantin Cathérine Miville und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Giessener Stadttheaters noch einmal zu dem äußerst gelungenen 100jährigen Jubiläum des Stadttheaters zu gratulieren. Da man sich gerade noch im Jubiläumsjahr befinde und der Geburtstag somit noch andauere, sei man sich in der Wetzlarer Stadtverordnetenversammlung schnell einig gewesen, dem Stadttheater Gießen zum Ende des Jahres ein kleines Geburtstagsgeschenk in Form eines Schecks in Höhe von 10.000 Euro überreichen zu wollen. Ebenso einig war man sich in Wetzlar über den Zweck der Spende. Obwohl man, wie überall, auch in Wetzlar den Haushalt eng kalkulieren müsse, sei es ein besonderes Anliegen gewesen, das Geschenk speziell der Finanzierung des Theaterfestbuches zu Gute kommen zu lassen, da die Historie des Giessener Stadttheaters im Theaterbuch in hervorragender Weise aufbereitet worden sei.
Als weiteren Grund für das überraschende Geschenk gab Oberbürgermeister Wolfram Dette die kulturelle Verbundenheit von Wetzlar und Gießen an. Wetzlar partizipiere an der erfolgreichen Arbeit des Stadttheaters Giessen als einer der wichtigsten kulturellen Einrichtungen in Mittelhessen. Beide Städte seien – beispielsweise durch die Wetzlarer Singakademie und den Kammerchor Giessen-Wetzlar und ihren Leiter, den Chordirektor des Stadttheaters, Jan Hoffmann – eng miteinander verbunden. Das gute Zusammenspiel zwischen den beiden Städten lobte auch Intendantin Cathérine Miville, die zugleich bekräftigte, dass die weit über die Grenzen Gießens hinaus beliebten Chor- und Kammerkonzerte nur möglich seien, da sich mit Gießen und Wetzlar die Kräfte zusammentäten.
Bei der anschließenden Scheckübergabe zeigte sich Intendantin Cathérine Miville hocherfreut über das unverhoffte Geschenk. Die Spende sei sehr willkommen, da das Theaterbuch zwar zu einem Teil von Sponsoren getragen worden sei, zugleich habe das Stadttheater aber nicht nur sehr viel Arbeit, sondern auch einiges an eigenen Mitteln in die Produktion stecken müssen, da man nicht auf Kosten der Qualität habe sparen wollen. Gerade zum Ende des Jahres, wenn es daran gehe, Bilanz zu ziehen, komme dieses Geschenk daher genau zum richtigen Zeitpunkt und sei somit, so Miville, „zum Jahresende ein unheimlich guter Anfang“.
Das Theaterbuch, das die Fachzeitschrift ‚die deutsche bühne’ in ihrer Novemberausgabe als eine „Fundgrube“ voller „Charme und Selbstironie“ gelobt hat, ist zum Preis von 15 Euro an der Theaterkasse, Johannesstraße 1, an den Garderoben im Stadttheater und in Giessener Buchhandlungen erhältlich.
Giessen, 18. Dezember 2007 / Foto: Klaus Kächler
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