

Beide Künstler widmen sich seit vielen Jahren ganz ungewöhnlichen Mal-Stoffen und begeben sich in ihrer Arbeit auf einen Weg der Interaktion und Kommunikation mit den entstehenden Objekten.

Beide sind fasziniert von dieser Vorgehensweise und dokumentieren akribisch ihre künstlerische Arbeit und versuchen den Farbspuren, den Veränderungen und dem Naturverhalten in der Wechselbeziehung eine zusätzliche Bedeutung abzugewinnen. Die Ergebnisse haben das Vermögen zu überraschen und die Werke wirken sehr interessant auf den Betrachter.

Im Planungs- und Arbeitsprozess entsteht so etwas wie eine Problemstellung, also ein Suchen nach einer Fragestellung, die bereits einen Teil der Antwort darstellt, in dem bereits mit der Frage in die richtige Richtung gewiesen wird.

Das künstlerische Schaffen verbindet sich hierbei mit einer „schönen Art“ naturwissenschaftlich zu denken und der Möglichkeit nach sinnlicher Erfahrung. Denn sowohl das Wasser als elementarer Grundbestandteil in den Arbeiten von Mario Reis, als auch der Wein, der aus Trauben entsteht, die in Sonne und Licht gereift sind, verkörpern in den Arbeiten von Hella Nohl in besondere Weise das Leben.


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Giessen, 25. Mai 2006 / alle Bilder: Frank Sygusch
Mai 2012
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