KARLSRUHE (mip/r). Sich erinnern, lernen, planen, sich etwas vorstellen – die kognitiven Fähigkeiten des Menschen sind Fixpunkte für eine Vielzahl von Forschungsprojekten gerade auch in der Informatik. Vom 02. bis 04. April versammelt die International Conference on Cognitive Systems (CogSys 2008) rund 200 Expertinnen und Experten im Audimax der Universität Karlsruhe, um aktuelle Trends, neueste Ergebnisse und Visionen zu diskutieren.

Kluger Kopf: ARMAR, an der Universität Karlsruhe entwickelter humanoider Roboter
(Foto: über KIT Karlsruhe, SFB 588)
Kognitive Systeme verarbeiten Texte, Bilder oder gesprochene Sprache und passen ihr Verhalten flexibel an unterschiedliche Situationen an. Sie sollen ohne unmittelbare Beteiligung des Menschen agieren, zugleich aber auch mit dem Menschen in Interaktion treten und sich in dessen Lebensumwelt gefahrlos integrieren können. Das ist die Grundlage für eine Vielzahl von Untersuchungen und Entwicklungen auf verschiedenen Forschungsfeldern, etwa die nach dem Vorbild des Menschen betriebene Robotik, zu der die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den Sonderforschungsbereich 588 an der Universität Karlsruhe finanziert. Andere Vorhaben drehen sich um Sprache und Kommunikation, Gestaltung von Software und Hardware oder Lernsysteme.
Diese Themen bestimmen das Programm der Konferenz, die am Mittwoch, 02. April, mit der Präsentation einer Reihe von EU-Projekten beginnt. Am Donnerstag, 03., und Freitag, 04. April, greifen Vorträge und Diskussionen verschiedene Aspekte auf. Zu den Referenten gehören Yiannis Aloimonos, Leiter des Computer Vision Laboratory am Center for Automation Research der University of Maryland in den USA, Rolf Pfeifer, Leiter des Labors für künstliche Intelligenz am Institut für Informatik der Universität Zürich, Helge Ritter, Neuroinformatiker und Träger des Gottfried Wilhelm Leibniz-Preises von der Technischen Fakultät der Universität Bielefeld, Mark Steedman, Professor der Computerlinguistik und künstlichen Intelligenz an der University of University of Edinburgh, sowie Colette Maloney, Leiterin der Abteilung Kognition bei der Europäischen Kommission.
Posterausstellungen begleiten das Programm. Zu den EU-Projekten sind die Präsentationen die gesamte Konferenz über zu sehen, zu den Konferenzthemen nur Donnerstag und Freitag.
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Im Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gehen die Universität Karlsruhe und das Forschungszentrum Karlsruhe zusammen. Gemeinsam arbeiten hier 8000 Beschäftigte mit einem jährlichen Budget von 700 Millionen Euro.
Mit KIT entsteht eine Institution international herausragender Forschung und Lehre in den Natur- und Ingenieurwissenschaften. KIT soll Attraktionspunkt für die besten Köpfe aus der ganzen Welt werden, neue Maßstäbe in Lehre und Nachwuchsförderung setzen und das führende europäische Zentrum in der Energieforschung bilden. Im Bereich der Nanowissenschaften will KIT eine weltweit führende Rolle einnehmen. Ziel von KIT ist es, einer der wichtigsten Kooperationspartner für die Wirtschaft zu sein.
Giessen, 02. April 2008 / Bild: KIT Karlsruhe SFB 588
Mai 2012
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