
GIESSEN (fsy). Ganz herrlich und überraschend ist das Ergebnis, das sich im „Giessener Kunstwerk“ von Mario Reis ausdrückt. Der Künstler, der eine besondere Interaktion und Kommunikation am Ort und mit der Naturkraft des Wassers sucht, hatte vom 20. auf den 21. Mai die Wieseck als Entstehungs- und Gestaltungsort für sein Giessener Werk ausgesucht.

Unweit von der Galerie Dietgard Wosimsky entfernt hatte Mario Reis einen mit Leinwand bespannten Rahmen in den Lauf des Flusses eingegeben und nach 24 Stunden den Kunstprozess damit beendet, indem das entstandene Werk dem Wasser entnommen wurde.

Der Künstler Reis arbeitet seit vielen Jahren mit dieser Technik und hat mittlerweile in zahlreichen Ländern und Flüssen wunderbare Kunstwerke entstehen lassen. Verschiedene Arbeiten von Mario Reis sind seit dem 20. Mai in der Galerie Dietgard Wosimsky in der Ausstellung "Wasser und Wein" zu sehen und können dort in Ruhe gemeinsam mit den Werken der Künstlerin Hella Nohl betrachtet werden. Hella Nohl arbeitet mit Wein und Leinwand und auch ihre Werke überraschen mit der Naturkraft des Weines als Werkstoff.

Das Kunstwerk von Mario Reis, das in der Wieseck entstand, zeigt kräftige, erdige Farben und hat eine teilweise körnige Oberfläche. Die Struktur ist mit unterschiedlicher Dichte auf der Oberfläche verteilt und bietet besondere und interessante Kontraste an. In der Nacht vom 19. auf den 20. Mai hatte es in Giessen sehr stark geregnet und der Flusslauf der Wieseck war sehr bewegt. Der Künstler weiß nicht, welche Zusammensetzung und Gestaltung sich aus dem Zusammentreffen von Leinwand, Ort und Wasser ergeben und ist selbst immer wieder überrascht von den Ergebnissen des Entstehungs- und Arbeitsprozesses.

Mai 2012
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