



Passend zum Grundriss der ehemaligen Stadtkirche, auf dem die etwa zwölf Meter lange Raum-Konstruktion stehen wird, ist der zeitliche Verlauf von “Zurück nicht wende den Blick” durch die Form des Triptychons strukturiert: Die ersten beiden Tage stehen für die Seitentafeln, während der dritte Tag den Mittelteil darstellt, der in der Nacht von Sonntag auf Montag, 30. Juli, um 24 Uhr endet.

Liegestühle laden die Zuschauer an zwei Seiten der Kuben zum Verweilen ein. Von hier aus können die Zuschauer beobachten, wie die beiden Darsteller hinter einer transparenten Scheibe wohnen, schlafen und tanzen.
"Hinzu treten Videoprojektionen und eine Tonspur, die per Kopfhörer verfolgt werden können" erläuterte Manuela Weichenrieder, die für die Produktionsleitung verantwortlich ist.

Die Situation der Figuren ist tragisch: Am Tag ihrer Hochzeit wird Eurydike durch den Biss einer giftigen Natter getötet; Orpheus dringt ins Schattenreich ein, kann sie befreien, verwirkt die Gnade aber, weil er sich gegen die Auflage der Götter auf dem Weg ans Tageslicht nach seiner Geliebten umsieht. Für “Zurück nicht wende den Blick” ist das emotionale Thema damit gestellt: Kraft und Verderben der Liebe, die Trennung der Geliebten und ihr Wunsch, sich zu vereinen.

Für umfangreiche Organisationsarbeiten und Unterstützung bedankte sich Christoph Jilo besonders beim Kulturamt der Stadt Giessen und dessen Mitarbeiterin Anette Eidmannn.
Giessen, 11. Juli 2006 / alle Bilder: Frank Sygusch
Mai 2012
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