60 Teddyärztinnen und Teddyärzte im Einsatz / Über 30 Patienten in der Stunde fachgerecht versorgt / Kinder lernen verstehen und verlieren spielerisch mögliche Ängste

Die kleine Maus hat das Bein gebrochen (Foto: Frank Sygusch / Giessen-Server.de)
GIESSEN (fsy). Viele kleine Patienten hatten die Studierenden der Medizin heute in der Teddybärklinik am Kirchenplatz zu versorgen: einen kleinen Tiger mit Bauchweh, ein rosa Schweinchen, das ein Bein gebrochen hat, eine weiß-schwarze Kuh mit einem "Auah“ am Kopf und viele kleine Bären mit Halsschmerzen, Kopfweh oder "Weiß nich wo´s wehtut, aber tut ganz doll weh, da dem Teddy!“.

Der kleine Hund hat ein Auah am Bein und dem kleinen Jungen bereitet das einen schweren Kopf. Aber der Junge assistiert und hilft der Teddybärärztin. Später erhält er dafür, wie alle anderen Kinder, eine Tapferkeitsurkunde ausgehändigt
(Fotos: Frank Sygusch / Giessen-Server.de)

Die Kinder brachten ihre Kuscheltiere in die Teddyklinik und lernten dabei den Kliniksalltag kennen: Es gibt eine Aufnahme mit einem Erstgespräch und eine Akte wird für jeden Patienten angelegt; dann geht es in das Röntgenzelt, wo die kleinen Freunde der Kinder auf dem Kopierer durchstrahlt oder in die "Röhre“ reingeschoben werden.

Der kleine Tiger muss in die Röhre und der Bär wird auf dem Gerät durchstrahlt
(Fotos: Frank Sygusch / Giessen-Server.de)

Dabei helfen die Kinder mit und lernen verstehen, was alles in einem Krankenhaus Schritt für Schritt an allgemeinen Arbeitsabläufen passiert.

Der kleine Bär hat Bauchweh, aber das Mädchen streichelt und tröstet ihn und hält seinen Kopf während der OP
(Foto: Frank Sygusch / Giessen-Server.de)
Manche der kleinen Patienten müssen operiert werden und das findet im Operationssaal (OP) statt. Dort bekommt der kleine Bär eine Spritze in den Bauch, aber das tut nur ein bisschen pieksen und dann schläft der Bär ganz tief ein. Den Kopf des Bärs hält das Kind fest, wenn das gebrochene Bein repariert wird. Alle Ärzte in der Teddyklinik haben ein Namenschild mit dem Titel Dr. ted. und dem jeweiligen Vornamen des Studierenden.

Dr. ted. Fabian verteilt gerade eine Tapferkeitsurkunde an den Patienten
(Fotos. Frank Sygusch / Giessen-Server.de)
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Dr. ted. Fabian sitzt in der Apotheke. Dort erhalten die Kinder zum Abschluss die Medizin für den Patienten, eine Tapferkeitsurkunde und ein kleines Geschenk, damit alles in bester Erinnerung bleiben wird.

Teddybärklinik der Fachschaft Medizin Giessen auf dem Kirchenplatz
(Foto: Frank Sygusch / Giessen-Server.de)
Das Teddy-Krankenhaus ist eine tolle Sache und eine Idee der Fachschaft Medizin an der hiesigen Justus Liebig Universität Giessen. Bereits im letzten Jahr hatten die Studierenden die Teddybärklinik mitten in der Giessener Innenstadt aufgebaut und einen sehr großen Zuspruch erhalten.

In der Apotheke erhalten die Patienten die Medizin: Hier ist es ein Wird-wieder-alles-gut-Tee, der an Abend vom Patienten und dem Kind getrunken wird.
(Foto: Frank Sygusch / Giessen-Server.de)
Auch heute kamen wieder viele, viele Kinder und lernten auf spielerisch-phantasievolle Weise etwas Wichtiges über den Besuch im Krankenhaus. Und vor allem: die Angst vor einer Klinik zu verlieren, wenn der Dokter mit dem weißen Kittel kommt und helfen will.

Giessen, 11. Juni 2008 / alle Fotos und Ton: Frank Sygusch (Giessen-Server.de)
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