vom 26. bis 29. Juni 2008 – Performances, Präsentationen, Workshops
Künstlerisches und wissenschaftliches Symposium
zum Dramatiker Heiner Müller
GIESSEN (mip/r). Wie spricht man Heiner Müllers Texte? Wie soll man mit ihrer Vielstimmigkeit und ihrer provokativen Unspielbarkeit umgehen? Diese Fragen stehen im Zentrum eines internationalen künstlerischen und wissenschaftlichen Symposiums, zu dem das Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Justus-Liebig-Universität (JLU) von Donnerstag, 26. Juni, bis Sonntag, 29. Juni 2008, nach Giessen einlädt.
Erwartet werden Künstler, Experten zu Müllers Werk, Philosophen, Theater-, Medien-, Literatur- und Musikwissenschaftler. Auf dem Programm stehen neben Vorträgen auch Erfahrungsberichte, Workshops, öffentliche Diskussionen, ein Schau- und Hörraum, praktische Versuche auf unterschiedlichsten Szenen und in unterschiedlichster Form (Installationen, Performances, Hörstücke, Inszenierungen), Gastspiele sowie künstlerische Präsentationen. Erforscht werden sollen neue Ansätze des Umgangs mit Müller und den Fragen, die seine Arbeit weiter stellt.
Das Symposium wird am Donnerstag, 26. Juni 2008, um 14.00 Uhr im Margarete-Bieber-Saal, Ludwigstr. 34, 35390 Giessen eröffnet. Weitere Veranstaltungsorte sind das Uni-Hauptgebäude, Ludwigstraße 23, 35390 Giessen und das Institut für Angewandte Theaterwissenschaft sowie dessen Probebühne, Karl-Glöckner-Str.21 A, 35394 Giessen.
Die Teilnahme kostet 10 Euro. Diese Gebühr umfasst auch Verpflegung und Getränke in den Mittagspausen und während der Workshops. Anmeldung bis zum 25. Juni unter: hiwi-theater@theater.uni-giessen.de. Eine Teilnahme ohne vorherige Anmeldung ist im Rahmen der zur Verfügung stehenden Raumkapazität möglich.
Die Veranstaltung wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, der Hessischen Theaterakademie (HTA), dem Kulturamt der Stadt Giessen sowie dem Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI), dem Asta und dem Präsidium der Justus Liebig-Universität Giessen.
Mitwirkende sind: Anton Bierl (Basel), Josef Bierbichler (Berlin), Petra Bolte-Picker (Giessen), Kai Bremer (Münster), Laurent Chétouane (Berlin), Jörn Etzold (Frankfurt/M.), Helga Finter (Straßburg), Heiner Goebbels (Frankfurt/M.), Wolfgang Hagen (Berlin/Basel), Ulrike Haß (Bochum), Tatsuki Hayashi (Tokio), Günther Heeg (Leipzig), Romain Jobez (Poitiers), Jean Jourdheuil (Paris), Sebastian Kirsch (Berlin), Krassimira Kruschkova (Wien), Hans-Thies Lehmann (Frankfurt/M.), Nikolaus Müller-Schöll (Bochum), Rainer Nägele (New Haven / Paris), Helmut Schäfer (Mülheim an der Ruhr), Christian Schulte (Berlin), Christine Standfest (Wien), Helene Varopoulou (Athen/Berlin), Frank James Willens (Berlin) und Studierende der Angewandten Theaterwissenschaft der JLU.
Zur Person Heiner Müller:
Heiner Müller (1929-1995) war einer der wichtigsten deutschsprachigen Dramatiker der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bedeutung erlangte er außerdem als Lyriker, Prosa-Autor und Verfasser theoretischer Texte sowie als Regisseur, Intendant und Präsident der Akademie der Künste in Berlin (Ost). Zu seinen bekanntesten Texten zählen „Die Hamletmaschine“, „Bildbeschreibung“, „Quartett“und „Philoktet“. Heiner Müller war 1984 künstlerischer Gastprofessor am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft.
Weitere Informationen www.angewandte-theaterwissenschaft.de
Giessen, 19. Juni 2008
Mai 2012
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