
Daniel Aschwanden (Bild: Frank Sygusch)
DÜSSELDORF (mip/fsy). Mehr als 6.000 verkaufte Karten für die Vorstellungen, über 1.000 Fachbesucher, 44 Compagnien aus 16 Nationen und knapp 250 Ensembles und Organisationen, die an den Messeständen vertreten waren. Dieses beachtliche Ergebnis präsentiert die internationale tanzmesse nrw 2006 zu ihrem erfolgreichen Abschluss.

Auch die Giessener Tanzcompagnie präsentierte sich auf der internationalen tanzmesse in Düsseldorf (Bericht folgt).
Dem interessierten Publikum und der Fachwelt konnte ein vielfältiges und umfassendes Programm geboten werden.
Dass Tanz nicht unbedingt eine Bühne braucht, haben u.a. die Performances in einem Kühlwagen, in privaten Schlafzimmern und in einem Düsseldorfer Einkaufszentrum auf beeindruckende Weise bewiesen. Der Österreicher Daniel Aschwanden präsentierte seine tiefgefrorene Kunst (deep-freeze art) in und um einen Kühlwagen vor dem Messegelände. Er nutzt den Wagen als Interface und Raum für: Tanz / Choreographie; Theater / Video; performance; Projektionsraum; interaktiven Raum; Klangraum; etc.
Unbestreitbar hat sich die Tanzmesse zu einem internationalen Ereignis in der Tanzwelt etabliert, und ihr Konzept der Vernetzung und der Plattform für den Tanz aus der ganzen Welt hat sich bewährt.

Diese Form der Nachhaltigkeit ist auch von politischer Seite gewünscht und die beiden wichtigsten Zuwendungsgeber – die Staatskanzlei NRW und die Stadt Düsseldorf – haben ihre zukünftige Finanzierung bereits zugesichert, wie Anke Brunn MdL, Vorsitzende der Gesellschaft für Zeitgenössischen Tanz, auf der heutigen Pressekonferenz bekannt gab.


Neu im Programm der Tanzmesse sind die Open Studios, alle im tanzhaus nrw in Düsseldorf angesiedelt. Die Open Studios boten jeden Abend vier bis fünf Künstlern eine Plattform, um ihre noch im Entstehen begriffenen Produktionen in Form von offenen Proben, lecture demonstrations und Gesprächen dem Publikum nahe zu bringen.

Ein weiteres wichtiges Thema fand Raum auf der Tanzmesse in Düsseldorf. Mit der von Linda Müller und Katharina Schneeweis herausgegeben Buchdokumentation "Tanz in Schulen / Stand und die Perspektiven", die pünktlich zur Tanzmesse 2006 im Verlag K. Kieser (München) erschienen ist , wird hoffentlich eine notwendige Diskussion über Bedingungen und Möglichkeiten der schulischen Förderung des Tanzes angeregt werden. Der Band enthält zahlreiche Denkanstösse und Beispiele um die Bemühungen, dem Tanz mehr Raum in den öffentlichen Schulen zu gewährleisten.
Giessen, 19. August 2006 / alle Bilder: Frank Sygusch
Mai 2012
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