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Uni Giessen erforscht Notfälle in der Höhenrettung

Die Studie EUmedSR untersucht, mit welchen medizinischen Notfällen die Höhenrettungsgruppen in Deutschland konfrontiert werden

GIESSEN (mip/r).                    Wenn Höhenrettungsgruppen in Deutschland zum Einsatz kommen, benötigen Menschen dringend Hilfe. Das wäre an sich noch nichts Außergewöhnliches. Schließlich helfen Rettungsdienste und Feuerwehren Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland jeden Tag. Außergewöhnlich ist in diesem Fall aber der Ort, wo sich die Hilfesuchenden befinden. Dies können Baukräne oder Sendeanlagen sein. Aber auch in engen Schächten, der Kanalisation oder Silos kommen Höhenretter zum Einsatz. Die Höhenrettung wird daher auch „Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen“ (SRHT) genannt.

Eine Doktorandin der Justus-Liebig-Universität (JLU) Giessen, Sophie Ruhrmann, selbst Rettungssanitäterin und erfahrene Höhenretterin bei der Höhenrettungsgruppe der Johanniter in Giessen, erforscht nun in einer wissenschaftlichen Studie, mit welchen medizinischen Notfällen Höhenretter in Deutschland konfrontiert werden und wie sie damit umgehen. Die Studie mit dem Namen „Epidemiologische Untersuchung medizinischer Notfälle, die zum Einsatz von Einheiten der Speziellen Rettung führen“ (EUmedSR) wird von der Abteilung für Anaesthesiologie, Intensivmedizin, Schmerztherapie (Direktor: Prof. Dr. Dr. h.c. Gunter Hempelmann) unter der Leitung von Dr. med. Rainer Röhrig, selbst engagierter Höhenretter in Giessen, durchgeführt.

Auf die Idee dieser Fragestellung kam Sophie Ruhrmann auf Grund ihrer eigenen Tätigkeit als Höhenretterin, bei der sie selbst mit zahlreichen Notfällen konfrontiert wurde. "Es ist eine wissenschaftliche, streng deskriptive Bestandsaufnahme", erklärt Ruhrmann. Zu diesem Zweck startete die junge Medizinerin kürzlich eine Untersuchung, in der alle deutschen Höhenrettungsgruppen angeschrieben und um Rücksendung der ausgefüllten Erhebungsbögen gebeten wurden.Das Studienteam rechnet damit, dass die Bögen bis Ende September zurückgesandt werden, so dass im Dezember die ersten Ergebnisse vorgesellt werden können.

Dr. med. Rainer Röhrig und Doktorandin Sophie Ruhrmann von der Universität Giessen erforschen die Arbeit deutscher Höhenrettungsgruppen (Foto: Martin Lutz)


Kontakt: Dr. med. Rainer Röhrig,
Universitätsklinikum Giessen und Marburg GmbH – Standort Giessen
Klinik für Anaesthesiologie, Intensivmedizin, Schmerztherapie
Rudolf-Buchheim-Straße 7
35392 Giessen
Telefon: 0641 99-44494
Fax: 0641 99-44499
E-Mail: rainer.roehrig@chiru.med.uni-giessen.de


Giessen, 25. August 2008 / Foto: Martin Lutz


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