GIESSEN (mip/r). „In Würde leben, in Würde sterben!“ Ein Wunsch, den jeder kennt. Wie aber sieht die Verwirklichung in der Realität aus? Die Weltgesundheitsorganisation definiert Palliative Care als „wirksame, ganzheitliche Care von Patienten, deren Krankheit nicht mehr kurativ behandelbar ist“. Es geht primär darum, die Lebensqualität von Patienten und ihren Angehörigen durch Vorbeugung und Linderung von Schmerzen und anderen krankheitsbedingten Beschwerden zu verbessern. Doch wie wird die Versorgung und Betreuung gewährleistet? Welche Möglichkeiten der Palliativbetreuung gibt es in Deutschland und wie wird die sektorenübergreifende Zusammenarbeit im Rahmen von integrierten Versorgungsverträgen zwischen den stationären und ambulanten Leistungsanbietern umgesetzt?
Das Universitätsklinikum Giessen hat vor drei Jahren das Interdisziplinär Onkologische Zentrum (IOZ) unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Dr. Grimminger gegründet und somit den ersten Schritt zur Umsetzung einer adäquaten Versorgung und Betreuung schwerstkranker Menschen gemacht. Eine Kernaufgabe des Zentrums ist die Implementierung eines fach- und sektorenübergreifenden Versorgungskonzeptes, welches den Betroffenen ermöglicht, den Wunsch, in Würde zu sterben, zu realisieren.
Die Referentinnen des Giessener Fortbildungsforums, Frau Dr. Bettina Krögel und Frau Erika Coert vom Universitätsklinikum Giessen und Marburg, Standort Gießen werden in ihren Vorträgen insbesondere aus der Praxis über die aktuelle Entwicklung und die Inhalte zur Integrierten Versorgung berichten. Weitere Informationen wird der Förderverein Palliativmedizin und -pflege in Mittelhessen e.V. als wichtige Anlaufstelle für Hilfe suchende Betroffene und Angehörige geben.
Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 15. Oktober 2008 in der Zeit von 17:30 bis 19:00 Uhr im Bildungszentrum, Raum 6, Gaffkystr. 20, 35392 Giessen, statt.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenfrei.
Weitere Informationen:
Christa Hofmann-Bremer, Tel. 0641/99-40070, christa.hofmann-bremer@uniklinikum-giessen.de
Bärbel Schelly, Tel. 0641/99-40464, baerbel.schelly@pflege.med.uniklinikum-giessen.de
Internet: www.uniklinikum-giessen.de/bildung/
Giessen, 13. Oktober 2008
Mai 2012
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