GIESSEN (mip/r). Unter dem Titel „Ist da wer? – Musik auf dem Abstellgleis“ wird am kommenden Freitag, den 15. September ein Tageskonzert der Giessener Gruppe „Tapet“ auf dem verwaisten Güterbahnhofsgelände auf der ehemaligen Verladerampe von Gleis 75 stattfinden.
Hintergrund der Initiative „Kunst sucht neue Räume“ ist die Herausforderung, Räume oder Orte mit vermeintlich eindeutigem Flair durch künstlerische Intervention anders zu gestalten und wahrnehmbar zu machen, erklärte Herk Röpe bei einem Pressegespräch vor Ort zusammen mit Annette Eidmann vom Kulturamt der Universitätsstadt Giessen.

Das Augenmerk der Initiatoren liegt in diesem Jahr auf den innerstädtischen Brachflächen, denn Baulücken gibt es immer wieder und die fallen mächtig auf.
Einen ganzen Tag, von 7 bis 22 Uhr wird die Gruppe Tapet mit kleinen Unterbrechungen musizieren, im Campingstuhl sitzend bei dem verlassenen Gleis.
Die sich ständig wechselnden Rahmenbedingungen durch das Kommen und Gehen der Reisenden, den Lärm und den Fahrtwind der Züge und die sich anschließende Stille werden Einfluss auf das Klangbild nehmen und das Konzertgeschehen immer wieder verändern.
Das Konzert ist von den Hauptgleisen des Bahnhofs gut einsehbar. Natürlich darf niemand über die Gleise laufen. Ein direkter Zugang zu der Verladerampe von Gleis 75 führt nur über den Güterbahnhof vor Ort.
Giessen, 12. September 2006 / Bilder: Frank Sygusch
Mai 2012
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