WIESBADEN (mip/r). Die positive Investitionsentwicklung der hessischen Industrie, die nach vier „dürren“ Jahren im Jahr 2006 begonnen hatte, setzte sich 2007 verstärkt fort. Auftragseingänge, Umsätze und erstmals auch die Beschäftigung hatten im letzten Jahr ebenfalls zugenommen. Nach Angaben des Hessischen Statistischen Landesamtes investierten die Betriebe der hessischen Industrie im Jahr 2007 insgesamt 3,2 Milliarden Euro, ein Anstieg von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Investitionen in Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung nahmen um zwölf Prozent auf 2,8 Milliarden Euro zu. In Gebäude und Grundstücke wurden 415 Millionen Euro investiert, das waren 63 Prozent mehr als 2006.
Als einzige große Branche reduzierte die Chemische Industrie im Jahr 2007 ihre Investitionen um 6,6 Prozent auf 700 Millionen Euro. Ein deutliches Plus von 32 Prozent auf 560 Millionen Euro gab es dagegen bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen. Der Maschinenbau steigerte seine Investitionen sogar um 39 Prozent auf 330 Millionen Euro und die Hersteller von Metallerzeugnissen um 17 Prozent auf 250 Millionen Euro. Bei der Elektrotechnik nahmen die Investitionen um sechs Prozent auf 300 Millionen Euro zu.
Investitionen gelten als besonders konjunkturreagibel. Sie stellen zum einen neben dem privaten Konsum und dem Export eine wichtige Nachfragegröße dar, die bei den Investitionsgüterherstellern Einkommen und Arbeitsplätze schafft, zum anderen erweitern sie bei den investierenden Betrieben die Kapazitäten bzw. ersetzen vorhandene durch modernere.
Giessen, 03. November 2008
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