WIESBADEN (mip/r). Im Jahr 2007 hatten in Hessen von den knapp 2,5 Millionen Erwerbstätigen im Alter von 25 bis 64 Jahren etwa 522 000 einen Migrationshintergrund. Wie das Hessische Statistische Landesamt aus Ergebnissen des Mikrozensus mitteilt, hatte somit jeder fünfte Erwerbstätige einen Migrationshintergrund. Verglichen mit einem Anteil von 24 Prozent an der Bevölkerung im gleichen Alter waren Personen mit Migrationshintergrund auf dem Arbeitsmarkt unterrepräsentiert, was auch in ihrer geringeren Erwerbstätigenquote von 66 Prozent gegenüber 77 Prozent bei den Deutschen ohne Migrationshintergrund zum Ausdruck kommt.
Unter den rund 670 000 Nichterwerbspersonen, die wegen verschiedener Gründe (schulische oder universitäre Ausbildung, Ausübung von Haushaltstätigkeiten, Kindererziehung, Berufsunfähigkeit und Ähnlichem) dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen, hatten 200 000 einen Migrationshintergrund, das war nahezu jeder Dritte.
Von den 183 000 Erwerbslosen in Hessen hatten 75 000 oder 41 Prozent einen Migrationshintergrund. Die Ursache für den deutlich höheren Anteil der Personen mit Migrationshintergrund an den Erwerbslosen dürfte in ihrer unterdurchschnittlichen berufliche Bildung liegen.
Giessen, 27. November 2008
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