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Fredrik Vahle mit Band / Dietlind Grabe-Bolz auf der Bühne



Wenn Fredrik Vahle auf der Bühne steht, dann ist viel Bewegung und Abwechslung im Spiel. Die Kinder kommen schnell in Kontakt mit ihm, denn Vahle erzählt lustige Geschichten.












Eine Geschichte, die Fredrik Vahle heute erzählt, ist die von der schwarzweißen Kuh, die sich auf den Panzer der Schildkröte stellt und es kommt wie es kommen muss: Die Kuh plumpst runter. So richtig mit einem lauten Klatschbummsknall plumpst die Kuh auf den Boden im Kuhstall.
Und alle Kinder schreien und quietschen vor Freude, denn der Mann mit dem weißen Haar und der Gitarre auf der Bühne, der macht richtig Spaß. Und den Spaß wollen die Kinder heute haben.











Zu Beginn des Konzertes läuft Fredrik Vahle quer durch den Saal. Genauer gesagt, durch die dicht gedrängte Menge der Kinder hindurch. Er spielt dabei auf seiner Flöte hohe weichzarte Töne und spontan folgen einzelne Kinder dem Flötenspieler und schließen sich ihm an, zumindest bis zum Treppenaufgang der Bühne. Am liebsten würden die Kinder ja mit ihm hochgehen, aber dann trauen sich nur zwei oder drei und bleiben schließlich doch auf halbem Wege stehen. Noch ist die Bühne zu weit weg, aber der Mann mit der Flöte ist schon ganz nah, oder?

















Dann eine Vorführung, ein angekündigter Zaubertrick mit der Gitarre. Aber einige Kinder haben den Zauberer durchschaut, beschweren sich und protestieren lauthals: Und tatsächlich ein Junge wird vom Zauberer auf die Bühne gerufen und erklärt nun allen anderen Kindern: "Das war keine Zauberei, du hast ja mit der einen Hand nur so gemacht und hast hinten mit der anderen Hand die richtigen Töne auf der Gitarre gespielt ..."
So ist das also, Herr Zauberer!
Der Zauberer hat also bloß einen Spaß gemacht, es war nur ein Trick. Der Mann mit dem weißen Haar kann gar nicht zaubern und das ist auch prima so. "Der ist ja gar kein Zauberer", zischt ein Mädchen ganz leise zu einem anderen Mädchen, das neben ihm hockt "ich hab´s doch gewußt!"











Dann startet das Programm. Im Wechsel von Liedern, improvisierten Erzähltexten, Geschichten im Frage und Antwortspiel, Bewegungselementen zum aktiven Mitmachen oder Stillhalten, entsteht ein Zusammenhang aus variablen Programmphasen. Je nach den Möglichkeiten und Wünschen der Kinder wird es improvisierend ausgestaltet.








Und bereits im zweiten Lied steht das Publikum im Dialog mit dem Geschehen und dem Protagonisten auf der Bühne:
(...) „Und das Hähnchen macht kikerikiki, jeden Morgen schon ganz früh.Wenn ich zum Markt geh, dann kaufe ich dir …

ein Ei, ein Ei, ein Ei (schreien einzelne Kinder) ...

ein Schreihals“ (ruft Vahle von der Bühne zurück).

„Und der soll dich jeden Morgen wecken, und der Schreihals macht …
.

gut, das war jetzt der leise Schreihals … und jetzt kommt noch mal der laauuute Schreihals 1,2,3 (…)“.

*

Toll! Schreihals darf man hier sein, so laut wie´s nur geht und noch lauter, und so laut schreien wie man will.
Das dürfen die Kinder heute in der Halle in Watzenborn Steinberg und es gefällt den Kindern. Dann schreien sie alle um die Wette gegen die Eltern und die anderen Erwachsenen.

Im nächsten Stück kommt die Aufforderung die Augen zu schließen. Aber natürlich lassen auch einige Kinder die Augen auf.
Auch nachdem Vahle nochmals von der Bühne ruft: „Da haben ja gar nicht alle Kinder die Augen zuuuuuugemaaaaacht …“, blinzeln einzelne zaghaft, ist doch klar: Die Kinder wollen nichts verpassen und jedes Kinderpublikum ist halt anders.

Einige der Kinder haben vielleicht auch Angst davor, dass wenn sie jetzt die Augen schließen und wieder aufmachen der Spaß auf der Bühne sofort zu Ende ist. Und das wäre schrecklich.







Fotos: Frank Sygusch


Und da lässt man lieber mal die Augen auf, wenn Paule Pottwals Powerpuste steigt hoch aus dem Meer, denn Paule Pottwals Powerpuste kommt von unten her …






Auf der Bühne begleitet wird Fredrik Vahle von Dietlind Grabe-Bolz. Seit 25 Jahren machen die beiden nun schon zusammen Musik für Kinder (und Erwachsene) und das mit großem Erfolg.

Die weiteren Musiker waren Manfred Vetter (Percussion), Heinz Müller (Bass) und Jochen Kaboth (Banjo).

Eingeladen nach Pohlheim hatte die SPD an diesem Samstag. Und viele, viele Kinder und Eltern kamen zum Konzert nach Watzenborn Steinberg (Pohlheim) in die Volkshalle. Ach ja, es ist ja Kommunalwahlkampf! Aber die Kinder hat das nicht interessiert, wenn Fredrik Vahle auf der Bühne steht und seine Lieder singt.

 




Giessen, 18. März 2006, alle Bilder: Frank Sygusch (Giessen-Server.de)

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