
GIESSEN (mip/r). Das Robert-Sommer-Symposium und die Vergabe der Robert-Sommer-Medaille finden in diesem Jahr am 3. und 4. November im Zentrum für Psychiatrie und in Kloster Arnsburg statt. Das Thema der diesjährigen Veranstaltung lautet „Functional Genetics in Schizophrenia: The Way to the Future?“
Der Preis geht an Prof. Lynn Eleanor DeLisi von der New York University und wird zu Beginn der Veranstaltung überreicht. Es folgen mehrere Vorträge im Rahmen des Symposiums, und abends ab 20 Uhr findet in Kloster Arnsburg ein festliches Abendessen statt. Dort wird das Programm auch am 4. November ab 9 Uhr fortgesetzt.
Der Robert-Sommer-Award wurde anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Zentrums für Psychiatrie im Jahr 1996 zum ersten Mal vergeben. Die zugehörige Medaille wurde ursprünglich als Erinnerung an den Gründer des Zentrums, Robert Sommer, kreiert. Robert Sommer (1864 bis 1937) gründete die weltweit erste Gesellschaft für experimentelle Psychologie. Er war bekannt dafür, ungewöhnliche Wege in der Forschung zu gehen und sich dabei auch außerhalb des Feldes der Psychologie zu bewegen.
Lynn Eleanor DeLisi ist Professorin für Psychiatrie an der New York University und Geschäftsführerin des Nathan S. Kline Institutes for Psychiatric Research (New York). Des Weiteren ist sie Mitbegründerin und Mitherausgeberin (co-editor-in-chief and co-founder) des Elsevier journal, Schizophrenia Research und Geschäftsführerin (secretary) der „International Society of Psychiatric Genetics“ (ISPG) und der „Schizophrenia International Research Society“ (SIRS). DeLisi hat mehr als 300 Publikationen und Bücher verfasst und herausgegeben. In der Schizophrenie-Forschung machte sie bereits entscheidende Entdeckungen, so zum Beispiel über die strukturelle Veränderung des Gehirns bei betroffenen Patienten. Derzeit arbeitet DeLisi daran, die genetischen Ursachen für die Krankheit zu erforschen.
Die Robert-Sommer-Medaille unterstreicht den Kooperationsgedanken, den das Forschungs-Team aus Gießen mit zahlreichen internationalen Zentren verbindet. Um den Dialog zwischen den internationalen Schizophrenieforschern und den deutschen Nachwuchswissenschaftlern zu fördern, wurden vor allem junge in der Schizophrenieforschung tätige Wissenschaftlerinnern und Wissenschaftler eingeladen, um ihre Arbeit in Form von englischsprachigen Posterbeiträgen auf dem Symposium vorzustellen und anschließend mit internationalen Experten darüber diskutieren zu können.
Robert Sommer Symposium mit Verleihung des Robert Sommer Award 2006,
3. November 2006, 9:00 Uhr, Zentrum für Psychiatrie, Hörsaal des Zentrums für Psychiatrie, Am Steg 22, 35392 Gießen
4. November 2006, 9:15 Uhr: Best Poster Award, Kloster Arnsburg, 35423 Lich
Giessen, 01. November 2006 / Bild: Frank Sygusch
Mai 2012
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