Energetische Modernisierung und Energiebedarfsausweis im Paket
GIESSEN )mip/r). „Der Energieausweis ist ab 2009 ohne Ausnahme für alle Wohngebäude unabhängig vom Baujahr bei Vermietung und Verkauf Pflicht!“ daran erinnert die Giessener Umweltdezernentin, Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich, Hauseigentümer in Stadt und Landkreis Giessen. Zu beachten ist, dass seit Oktober diesen Jahres die Wahlfreiheit zwischen dem vereinfachten, auf den individuellen Energieverbrauch bezogenen, und dem detaillierten bedarfsorientierten Energieausweis nur noch für größere Gebäude ab fünf Wohneinheiten besteht. Für alle Gebäude mit bis zu vier Wohneinheiten muss der aussagekräftige Energiebedarfsausweis mit Kosten um 420 Euro ausgestellt werden. Bürgermeisterin Weigel-Greilich warnt in diesem Zusammenhang vor Dumpingpreisangeboten: „Je billiger der Energieausweis, desto eher sind Zweifel an seiner Aussagekraft angebracht!“ Auf jeden Fall solle man sich vorher die Qualifikation des Ausstellers durch Ausbildung bzw. Fortbildung belegen lassen.
Fachleute empfehlen für alle Gebäudegrößen grundsätzlich Energiebedarfsausweise, die auf der Grundlage einer technischen Analyse des Hauses, also unabhängig vom Nutzerverhalten, erarbeitet werden. Die Gebäudedaten müssen bei einer Begehung vor Ort aufgenommen werden. Pläne oder sonstige Gebäudeunterlagen sind auf ihre Übereinstimmung vor Ort zu überprüfen. Diese Schritte sind ebenfalls für das mit Bundesmittel geförderte Energiemodul des Giessener Gebäudepasses erforderlich, mit dem aber darauf aufbauend zusätzlich ein umfassender 60seitiger Bericht mit konkreten Modernisierungsmaßnahmen zur dauerhaften Heizkostensenkung gegeben wird.
Kosten für ein Ein- bis Zweifamilienhaus: 390 Euro Eigenanteil. Für zusätzlich 35 Euro kann mit den erhobenen Daten zugleich der bedarfsorientierte Energieausweis ausgestellt werden. Die Bürgermeisterin empfiehlt daher: „Nutzen Sie zukunftsorientiert und kostengünstig den Giessener Gebäudepass mit der geförderten Energieberatung vor Ort in Kombination mit dem Energiebedarfsausweis!“ Neben dem energetischen Modernisierungsfahrplan enthält das Energiemodul des Giessener Gebäudepasses eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, die Information zur Finanzierung über Förderprogramme und außerdem ein persönliches Beratungsgespräch mit dem Energieexperten. „Ein vierseitiges Pflichtdokument - wie der Energieausweis allein - kann das nicht leisten!“ ist Weigel-Greilich überzeugt.
Ausführliche Informationen zum GIESSENER GEBÄUDEPASS für Hauseigentümer in Stadt und Landkreis Giessen: www.giessener-gebaeudepass.de sowie im Neuen Jahr ab 5. Januar am Umwelttelefon 0641306 2113 des Amtes für Umwelt und Natur der Universitätsstadt Giessen.
Giessen, 23. Dezember 2008
Februar 2012
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