Die Inszenierung von Medienereignissen"

Bild: Frank Sygusch
Ausstellung des Giessener Graduiertenkollegs „Transnationale Medienereignisse im Museum für Kommunikation Frankfurt (MKF)
GIESSEN (mip/r). Französische Revolution, Einführung des Tonfilms, Eichmann-Prozess, Mauerfall oder der 11. September – Ereignisse sind überall. Ihr Schauplatz scheint immer derselbe: die Medien. Erst sie ermöglichen es, dass etwas, was in der Welt geschieht, als Ereignis wahrgenommen werden kann. Genau diesem Thema widmet sich eine Ausstellung mit dem Titel „Unvergessliche Augenblicke: Die Inszenierung von Medienereignissen“. Organisiert wird die Ausstellung von Stipendiaten des Giessener Graduiertenkollegs „Transnationale Medienereignisse von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart“ in Zusammenarbeit mit dem Museum für Kommunikation Frankfurt (MKF). Vom 9. November bis zum 3. Dezember 2006 wird die Ausstellung in den Räumen des MKF zu sehen sein.
Nach zweijähriger Planungsphase präsentiert die „Task Force“ des Graduiertenkollegs, die sich aus einem Teil der Doktoranden und Postdoktoranden zusammensetzt, nun eine Ausstellung, die sich mit den vielfältigen Bezügen zwischen Medien und Ereignissen im Laufe der letzten vier Jahrhunderte beschäftigt. Die Verquickung von als historisch, politisch oder auch kulturell bedeutsam eingeschätzten Momenten in der Geschichte und ihren jeweiligen medialen Repräsentationen ist nämlich keineswegs ein Phänomen des 20. Jahrhunderts, sondern ist z.B. bereits in Flugschriften vor 400 Jahren zu finden. Neben dieser mediengeschichtlichen Ausrichtung verfolgt die Ausstellung das Ziel, Einblick in Mechanismen der ‚Welterzeugung‘ von Seiten der Medien zu geben: Welchen Einfluss haben etwa Bilder auf unser Bild vom Ereignis? Welche Medien thematisieren welches Ereignis? Wie stellen Medien sich selbst dar?
Die Finissage „Pong & Pal: Die Nacht der unvergesslichen Augenblicke“ rundet die Ausstellung am 2. Dezember ab. Ab 19 Uhr gibt der Geräuschemacher Joern Poetzl (Lola rennt, Good Bye Lenin!, Das Leben der Anderen) Einblick in sein Handwerk. Die Einführung des Farbfernsehens als Medienereignis wird das Thema ab 21 Uhr sein: Martin Steinseifer vom Graduiertenkolleg wird mit dem Filmemacher Filmemacher Michael Duttenhöfer sprechen und Ausschnitte aus „Walter Bruch - Ein Leben in Farbe“ über den Pionier des Farbfernsehens zeigen.
Ausstellung „Unvergessliche Augenblicke: Die Inszenierung von Medienereignissen“ vom 9. November bis 3. Dezember 2006, Museum für Kommunikation Frankfurt (MKF), Schaumainkai 53 (Museumsufer);
Finissage: 2. Dezember ab 19 Uhr
Kontakt: Prof. Dr. Friedrich Langer, Sprecher des Graduiertenkollegs „Transnationale Medienereignisse von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart“
Otto-Behaghel-Straße 10, Haus C1, 35394 Giessen
Telefon: 0641 99-28160
Giessen, 07. November 2006
Mai 2012
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