
Der geplante Neubau in 3-D Ansicht (Bild: Architektenbüro Bernd Kriesche)
GIESSEN (fsy). In einer gemeinsamen Pressekonferenz informierten die Stadt Giessen, vertreten durch den Oberbürgermeister Hans-Peter Naumann, den Baudezernenten Thomas Rausch, den Kämmerer Dr. Volker Kölb und die Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich und die Universitätsklinikum Giessen und Marburg GmbH über den geplanten Neubau einer zentralen Klinik mit 650 Betten.

Stadtrat Thomas Rausch (li.), Oberbürgermeister Hans-Pater Haumann und Gerald Meder von der Rhön-Klinikum AG
Gerald Meder, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Rhön-Klinikum AG erläuterte, dass damit das Universitätsklinikum und die Rhön Klinikum AG die Investitionszusagen umsetzen werden. Mit dem geplanten Neubau sollen unwirtschaftliche Abläufe im Klinikalltag abgebaut und Synergieeffekte freigesetzt werden. Als ein Beispiel benannte Gerald Meder, dass derzeit das Klinikum aus 103 Einzelgebäuden besteht und zahlreiche Funktions- und Dienstleistungen, wie z.B. die radiologischen Untersuchungen mehrfach und unkoordiniert angeboten werden.

Der geplante Neubau in 3-D Ansicht (Bild: Architektenbüro Bernd Kriesche)
So sollen im Neubau u.a. eine interdisziplinäre Notaufnahme mit Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach und teilstationäre Versorgungselemente integriert und eine einheitliche Wirtschaftsversorgung sichergestellt werden.
„Bei der Planung des Klinikneubaus haben wir Wert darauf gelegt, Engpässe in der Krankenversorgung auch für die Zukunft auszuschalten und alle Funktionen ausreichend zu dimensionieren“, versicherte Gerald Meder.

Prof. Dr. Dr. Katz (li.), Dr. Hackenberg (betriebswirtschaftlicher Leiter Klinik, Kämmerer Dr. Volker Kölb, Bürgermeisterin Weigel-Greilich, Stadtrat Rausch und Oberbürgermeister Haumann (Bild: Frank Sygusch)
Prof. Dr. Dr. Norbert Katz, der ärztliche Leiter des Klinikums zeigte sich sehr erfreut über den geplanten Neubau. Mit der Umsetzung des Neubaus am Universitätsklinikum könnten sich „eigene wissenschaftliche Kreativität und Projekte an der hiesigen Universität viel besser entfalten“.

Der Architekt Bernd Kriesche aus Bad Neustadt an der Saale erläuterte den Neubau der Klinik im Detail. Der Neubau wird insgesamt eine Bruttogeschoßfläche von 85000 Quadratmetern umfassen und zwei neue Hörsäle haben.

Der geplante Neubau (Bild: Architektenbüro Bernd Kriesche)
Die Realisierung des Bauvorhabens erfolgt in zwei Bauabschnitten mit Beginn im zweiten Quartal 2007. Das Investitionsvolumen beträgt mindestens 170 Millionen Euro. Damit kommt die Rhön AG der Verpflichtung nach, die gegenüber dem Land Hessen bei der Privatisierung gegeben wurden.
Giessen, 17. November 2006
Mai 2012
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