Geschlechtergerechtigkeit als ein Anliegen der "Bibel in gerechter Sprache"
GIESSEN (mip/r). Stellen sie sich vor, sie schlagen die Bibel auf und können im Wortlaut entdecken: Es gab sie, die Jüngerin, die Apostelin, die Diakonin. Sie schlagen die Bibel auf und lesen da: Frauen und Männer lebten in Israel, mächtige und machtlose. Frauen und Männer litten unter Krieg und Ungerechtigkeit, glaubten an Gott, feierten, hofften, beteten.
Über 50 Theologinnen und Theologen haben an der „Bibel in gerechter Sprache“ mitgearbeitet. Mit der Frage nach Gerechtigkeit haben sie die Bibel neu übersetzt. Geschlechtergerechtigkeit ist dabei ein Anliegen, außerdem Aufmerksamkeit für das jüdisch-christliche Gespräch und der Blick für soziale Zusammenhänge und Lebensumstände.
Dr. Uta Schmidt, eine Übersetzerin aus dem Projekt, wird zum Thema Geschlechtergerechtigkeit die Chancen und Schwierigkeiten der Übersetzung der Bibel in „gerechte Sprache“ vorstellen und anschließend zur Diskussion stellen.
Die Veranstaltung findet am Dienstag, den 5. Dezember 2006 um 19 Uhr im Senatssaal des Uni-Hauptgebäudes, Ludwigstraße 23 in Gießen statt. Veranstalterin ist Marion Oberschelp, Frauenbeauftragte der Justus-Liebig-Universität Gießen in Kooperation mit der Arbeitsstelle Gender Studies der JLU. Der Eintritt ist frei.
Giessen, 21. November 2006
Mai 2012
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