WIESBADEN (mip/r). Am Jahresende 2005 erhielten in Hessen knapp 163 300 Personen Leistungen aus der sozialen Pflegeversicherung. Wie das Hessische Statistische Landesamt auf Grund der Ergebnisse der im zweijährigen Rhythmus durchgeführten Pflegestatistik mitteilt, gab es damit knapp 8300 oder gut fünf Prozent mehr Empfänger/innen als 2003. Überdurchschnittliche Zuwächse wurden bei den Männern registriert, die nun ein Drittel aller Pflegebedürftigen ausmachten.
Ein nennenswerter Pflegebedarf ergibt sich erst ab einem Alter von 70 Jahren — drei von vier pflegebedürftigen Personen stammten aus dieser Altersgruppe. Besonders hoch ist der Pflegebedarf in der Gruppe der Hochbetagten im Alter von über 90 Jahren: Mehr als die Hälfte der Personen in diesem Alter war pflegebedürftig.
Knapp 121 000 Pflegebedürftige lebten in Privathaushalten, von denen knapp 90 000 ausschließlich von Angehörigen und 31 000 durch ambulante Pflegedienste betreut wurden. Etwa 42 000 pflegebedürftige Männer und Frauen wurden in stationären Pflegeheimen versorgt.
Die Hälfte aller Leistungsempfänger war vom medizinischen Dienst als erheblich pflegebedürftig (Stufe I), gut ein Drittel als schwerpflegebedürftig (Stufe II) und nahezu jede/r Siebte als schwerstpflegebedürftig (Stufe III) eingestuft worden.
Giessen, 29. November 2006
Mai 2012
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