GIESSEN (mip/sy). Einmal über Wasser laufen und dabei „Newtons Alptraum“ erleben? Am Sonntag war die Gelegenheit, denn Schülerinnen und Schüler der Giessener Gesamtschule Ost haben gezeigt wie es geht: An der Ecke Bahnhofstraße/Liebigstraße ließen die Jung-Forscher ihr Publikum über Stärke-gesättigte Flüssigkeit spazieren.

Überraschende Experimente lockten wieder über 10.000 Besucher nach Giessen
(Fotos: Frank Sygusch / Giessen-Server.de)

Dieses und viele andere überraschende Experimente lockten wieder über 10.000 Besucher vor das Mathematikum, wo in und vor 40 Zelten Hobby- und Profi-Forscher viel Verblüffendes zu zeigen hatten. Die 3. „Straße der Experimente“, traditionell der Höhepunkt der Giessener Wissenschaftstage, erwies sich erneut als riesen Erfolg. Bei gutem Wetter und trotz anderer Angebote in der Innenstadt, kamen tausende in die Liebigstrasse.

Überraschende Experimente lockten wieder über 10.000 Besucher nach Giessen. Oberbürgermeister Heinz-Peter Haumann erzeugte Strom auf einem über sechzig Jahre alten Fahrradgenerator und brachte die 40-Watt-Birne zum Leuchten
(Fotos: Frank Sygusch / Giessen-Server.de)

Erstmals dabei in diesem Jahr war unter anderem das Polizeipräsidium Mittelhessen, das den Besuchern mit Spezialbrillen die Folgen übermäßigen Alkoholgenusses deutlich machte. Aber auch Klassiker wie „Der heiße Draht“ der ZAUG gGmbH und viele Stände mit chemischen, physikalischen oder astronomischen Experimenten waren wieder vertreten. Das Stadttheater Giessen gewährte mit Miniaturen und praktischen Beispiel einen Blick hinter die Kulissen ihrer Bühnentechnik und die Gestaltung von Geräuschen.

Überraschende Experimente lockten wieder über 10.000 Besucher nach Giessen
(Fotos: Frank Sygusch / Giessen-Server.de)

Experimente, die beim Lösen der Aufgabe eine koordinierte Zusammenarbeit der Beteiligten erfordern, machten den Beteiligten viel Spaß. Teamwork kann neue Erfahrungen und interessante Gruppenprozeße auslösen
(Fotos: Frank Sygusch / Giessen-Server.de)

„Die Experimentatoren haben eine grandiose Höchstleistung gezeigt“, betont deshalb auch Sadullah Güleç von der Giessen Marketing GmbH - neben den beiden Giessener Hochschulen und der IHK Giessen-Friedberg einer der Mitveranstalter der „Straße der Experimente“. Güleç lobt vor allem die gute Atmosphäre, das breite Publikum aus allen Altersschichten und den unkommerziellen Charakter der Veranstaltung, die wie kaum eine zweite den Ruf Giessens als Wissens-Stadt unterstreiche. „Es ist bemerkenswert, dass Experimente für so viel Unterhaltung sorgen können“, fügt er hinzu. Auch die äußeren Umstände hätten in diesem Jahr mitgespielt: So erwies sich eine zusätzliche Ampel an der einspurig gesperrten Liebigstraße als weniger problematisch für den Verkehr als erwartet.

Experiment der Woche bei der „Straße der Experimente“ in Giessen
(Fotos: Frank Sygusch / Giessen-Server.de)
Ob daher im kommenden Jahr mit einer voll gesperrten Liebigstraße zu rechnen ist, bleibt abzuwarten. Bislang erschien den Behörden die Bahnhofstraße als „Nadelöhr“ bei einer Vollsperrung als zu problematisch. „Das Format wird auf jeden Fall weitergeführt“, verspricht jedoch Beutelspacher. Auch von der Stadt habe man positive Signale bekommen. Schließlich sei es schon etwas besonderes, dass trotz des knappen Raumangebots so viele Besucher in die Liebigstraße kämen und eine „tolle Stimmung“ erzeugten.

"Heinz" - das technische Modell einer "Drucksaugpumpe" zur Demonstration der Funktionsarbeit des menschlichen Herzens mit dem Blutkreislauf stieß auf sehr großes Interesse
(Foto: Frank Sygusch / Giessen-Server.de)
Giessen, 20. Mai 2009 / alle Fotos: Frank Sygusch (Giessen-Server.de)
Februar 2012
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