GIESSEN (mip/r). Gemeinsam mit Bundestagsabgeordneten Rüdiger Veit, dem Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion und Vorsitzender der hessischen SPD, Thorsten Schäfer-Gümbel, und dem Landtagsabgeordneten Gerhard Merz besuchte Landratskandidatin Anita Schneider das Montessori-Kinderhaus in Giessen um sich über das Kinderbetreuungsganztagsangebot zu informieren.

(v.li.) Thorsten Schäfer-Gümbel, Gerhard Merz (verdeckt), Anita Schneider, Rüdiger Veit, Mechthild von Niebelschütz
(Bild: priv.)
„Das Kinderhaus bietet den 70 Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren mit und ohne Behinderung eine Ganztagsbetreuung und Förderung an. Auch Kinder mit besonderen Begabungen, wie zum Beispiel Hochbegabung, finden hier eine adäquate Unterstützung“, erläutert die Leiterindes Kinderhauses, Mechthild von Niebelschütz. Nach der Montessori-Pädagogik würden die Kinder individuell nach ihrem Leistungsvermögen gefördert. Im Mittelpunkt stünden Lernen durch Begreifen und die Erziehung zur Selbstständigkeit und Eigenverantwortung. Die Erziehung der Kinder zu selbstbewussten Alltagshandeln genieße einen hohen Stellenwert: „Wir gehen mit den Kindern einkaufen, kochen zusammen mit ihnen und binden sie in die Haushaltstätigkeit mit ein“, sagte von Niebelschütz. Sie plädierte dafür, Kinder in ihren Bedürfnissen im Haushalt auch Verantwortung zu übernehmen, ernst zu nehmen. Schneider unterstützte diese Forderung ausdrücklich: „Kinder müssen in jedem Alter in ihren Fähigkeiten ernst genommen werden, wenn sie verantwortungsbewusste Menschen werden wollen“.
Neben der individuellen Förderung der Kinder sei ein zweiter Baustein des Kinderhauses die aktive Elternarbeit. „Wir setzen auf eine hohe Familieneinbindung und bieten eine intensive Betreuung für Eltern und Kinder“, erklärt von Nieblschütz weiter. Neben Hausbesuche und beratenden Elterngespräche bietet das Kinderhaus auch ein Elterncafe oder ein Mittagstisch für Eltern um einen intensiven Austausch zu gewährleisten. Eine soziale Selektion durch erhöhte Elternbeiträge finde nicht statt. Schneider begrüßte das dargestellte Konzept: „Kindergärten und Kindertagesstätten müssen sich in der Zukunft nicht nur auf flexible Betreuungszeiten einstellen, sondern sich zu Familienzentren weiterentwickeln“. Im Kinderhaus setzte man bereits seit Jahren auf die ehrenamtliche Einbindung der Eltern in den Kitaalltag. „Eltern sind die Experten ihrer Kinder“, unterstrich von Niebelschütz die wichtige Rolle der Erziehungsverantwortlichen. „Wir versuchen in Zusammenarbeit mit den Eltern die Stärken eines jeden Kindes zu fördern und in den Vordergrund zu stellen“. Feste Strukturen und Ordnung sind die Gründe, warum in der ganzen Kindertagesstätte eine große Ruhe herrsche. Schneider zeigte sich von dem Kinderhaus beeindruckt und plädierte für den Ausbau derartiger Angebote. „Ich bin überzeugt, dass wir für ein solches integratives Kindertagesstättenangebot auch einen Bedarf im Kreis haben“, erklärte Schneider abschließend.
Giessen, 27. Mai 2009 / Bild: priv.
Februar 2012
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