GIESSEN (mip/r). Die Bachelor- und Masterstudiengänge, die als Folge der Bologna-Erklärung aus dem Jahr 1999 an den deutschen Hochschulen sukzessive eingerichtet werden, prägen zunehmend auch die hessische Hochschullandschaft. Die ersten Studiengänge nach angloamerikanischem Vorbild gab es in Hessen zum Wintersemester 1999/2000. Die Umstellung auf die neuen Studiengänge soll bis zum Jahr 2010 abgeschlossen sein.
Trotz hoher Zuwachsraten seit ihrer Einführung haben die Bachelor- und Masterstudiengänge, sowohl bei den Studienanfängern als auch bei den Studierenden zahlenmäßig noch nicht die Bedeutung der Diplom- und Magisterstudiengänge erreicht.
Dabei gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Fächergruppen. In den Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften ist die Umstellung insgesamt am weitesten fortgeschritten. In den Fächergruppen mit einem hohen Anteil an Studiengängen, die das Staatsexamen zum Ziel haben, werden nach der gegenwärtigen Gesetzeslage auch in Zukunft die Bachelor- und Masterstudierenden eher unterrepräsentiert sein. Auf der anderen Seite ist die Umstellung zum Teil schon so weit vorangeschritten, dass man sich für einzelne Studiengänge — auch in Abhängigkeit von der gewählten Hochschule — nur noch in einem Bachelor- oder Masterstudium einschreiben kann.
Giessen, 04. Dezember 2006
Mai 2012
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