WIESBADEN (mip/r). 2004 leistete ein Erwerbstätiger in Frankfurt durchschnittlich 1537 Stunden
Die rund 3,04 Millionen Erwerbstätigen in Hessen arbeiteten im Jahr 2004 über 4,4 Milliarden Stunden; pro Erwerbstätigen waren das 1460 Stunden. Nach Mitteilung des Hessischen Statistischen Landesamtes gab es innerhalb Hessens ein deutliches regionales Gefälle. Gründe dafür sind in erster Linie in der unterschiedlichen Bedeutung einzelner Erwerbsformen sowie in der differenzierten Branchenstruktur zu suchen. Je nachdem, welche Rolle beispielsweise die Selbstständigkeit, die Teilzeit- oder die geringfügige Beschäftigung in den Branchen und Regionen spielt, fällt die durchschnittlich geleistete Arbeitszeit höher oder niedriger aus. Der Anteil der Teilzeit- und geringfügig entlohnten Beschäftigten an den Erwerbstätigen insgesamt, der im Landesdurchschnitt 24 Prozent betrug, schwankte 2004 zwischen 17 Prozent in der kreisfreien Stadt Frankfurt am Main und jeweils 30 Prozent im Rheingau-Taunus-Kreis und im Landkreis Giessen.
Wie das Hessische Statistische Landesamt weiter mitteilt, erreichte die geleistete Arbeitzeit je Erwerbstätigen mit 1537 Stunden in Frankfurt den höchsten Wert: Ein Erwerbstätiger arbeitete dort im Jahr 2004 durchschnittlich 77 Stunden mehr als im Landesdurchschnitt. Es folgten mit deutlichem Abstand der Main-Taunus-Kreis (1516 Stunden) und die Landeshauptstadt Wiesbaden (1496 Stunden). Die Schlusslichter bildeten die Landkreise Kassel und Marburg-Biedenkopf mit je 1399 Arbeitstunden. Nur unwesentlich höher waren die Werte im Landkreis Giessen (1400 Stunden), im Lahn-Dill-Kreis (1402 Stunden) und im Rheingau-Taunus-Kreis (1403 Stunden). Betrachtet man die durchschnittlichen Arbeitszeiten in den Regierungsbezirken, so lagen diese im Regierungsbezirk Darmstadt über und in den beiden anderen Regierungsbezirken deutlich unter dem Landeswert.
Außer den geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen werden noch die so genannten Vollzeitäquivalente errechnet, also die auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechnete Erwerbstätigenzahl. Ein Vollzeitäquivalent entspricht hierbei einem Vollzeitbeschäftigten. Die Zahl der Vollzeitäquivalente betrug hessenweit im Jahr 2004 rund 2,6 Millionen und lag um rund ein Siebtel unter der Erwerbstätigenzahl. Die meisten Vollzeitäquivalente je 100 Erwerbstätige hatte auf Grund der niedrigen Teilzeitquote die Stadt Frankfurt am Main (89,1). Die geringsten Quoten errechneten sich für den Rheingau-Taunus-Kreis (80,3) und den Kreis Bergstraße (80,9).
Giessen, 07. Dezember 2006
Mai 2012
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