WIESBADEN (mip/r). Nach ersten Ergebnissen blieben die Umsätze der hessischen Einzelhändler von Januar bis Oktober 2006 um fast ein Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Nach Ausschaltung der Preisveränderrungen war dies nach Angaben des Hessischen Statistischen Landesamtes real ein Minus von einem Prozent.

Der Seltersweg in Giessen : eine der stärksten Einkaufsstrassen in Hessen (Bild: Frank Sygusch)
Unter den größeren Branchen war die Lage im Versandhandel besonders schlecht. Dort gingen die Umsätze nominal um 4,5 und real um knapp vier Prozent zurück. Die größte Branche, der Einzelhandel mit Waren verschiedener Art — hierzu gehören beispielsweise die Supermärkte und Kaufhäuser —, musste einen Umsatzrückgang von nominal gut zwei und real 3,5 Prozent hinnehmen. Besser verlief die Entwicklung im Facheinzelhandel (ohne Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien und Parfümerien), der nominal fast ein Prozent und real knapp zwei Prozent Umsatzwachstum verbuchen konnte.
Die Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien und Parfümerien befanden sich im Vergleichszeitraum nominal und real mit fast einem Prozent im Plus, wobei die Apotheken selbst einen Umsatzrückgang von nominal annähernd zwei und real gut einem Prozent hatten. Der Facheinzelhandel mit Nahrungsmitteln musste hingegen ein Umsatzminus von nominal drei und real fünf Prozent verkraften.
Die anhaltende Kaufzurückhaltung verstärkte den Abwärtstrend bei der Zahl der Beschäftigten im hessischen Einzelhandel. Diese verringerte sich um annähernd vier Prozent, wobei die Zahl der Vollbeschäftigten um knapp fünf Prozent und die der Teilzeitbeschäftigten um annähernd drei Prozent abnahm.
Giessen, 15. Dezember 2006 / Quelle: Stat. Landesamt Wiesbaden
Mai 2012
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