GIESSEN (mip/r). Der Beirat des „Fördervereins Landesgartenschau 2014 Giessen e.V.“ hat gestern Abend in den Räumen der Industrie- und Handelskammer mit seiner konstituierenden Sitzung die Arbeit aufgenommen. Unter dem Vorsitz von Wilfried Behrens legte der derzeit bestehende Beirat aus zwölf Vertretern gesellschaftlicher Gruppen, wie Universität, Vereinen, Bildungseinrichtungen, Wirtschaft, Gastronomie und Kirchen seine künftigen Schwerpunkte fest.
Nach einer Präsentation und einer offenen Diskussion mit Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich zeigte sich der Beirat überzeugt: „Lahnufer und Wieseckaue als die zentralen Pole der Landesgartenschau 2014, attraktiv miteinander verknüpft durch drei Verbindungen durch die Stadt“ sind und bleiben die Grundlage für die Entwicklung dieses für Giessen so nachhaltigen und wichtigen Großereignisses in fünf Jahren.
Nach der in den letzten Wochen aufgekommenen Diskussion, ob gegenüber der ursprünglichen Planung ein einseitiger Schwerpunkt zur Gestaltung der Wieseckaue zu Lasten der Lahnaue im Raume stünde, gelte es jetzt als vordringliche Aufgabe deutlich zu machen, dass – wie Planung und Zeitplan belegt - beide Pole sehr wohl ihre Qualitäten und Schwerpunkte entfalten werden. Der nachhaltige und ökologisch gestaltete Ruhepol in der Wieseckaue, mit seinen Blumenausstellungen während der sechsmonatigen Gartenschau, und die lebendige und erlebbare Lahnaue, die den Fluss endlich näher an die Stadt bringt. Und dazwischen ein Wegesystem, dass für die Giessener mit einer „Riesenchance“ eine nachhaltige Aufwertung mit sich bringt.
„Durch den historischen Zuschlag und die Förderung des Landes Hessen zur Gartenschau hat Giessen die einmalige Chance bekommen, sich nachhaltig aufzuwerten und sein Image zu gestalten. Dies darf nicht zerredet werden.“ so Behrens, der auch betonte, dass es völlig legitim und wichtig sei, über Details der Landesgartenschau konstruktiv und kontrovers zu diskutieren. „…dafür biete die Zeit bis 2014 sicher ausreichend Raum. Gespannt sind wir auch wir auf die Ergebnisse des Wettbewerbs unter den Landschaftsarchitekten, die bereits im kommenden Februar vorgestellt werden. Unser Verein wird die Siegerentwürfe genauso ernsthaft begutachten wie die Politiker“.
„Die beste Garantie für das Gelingen der Gartenschau ist die Beteiligung und das Engagement der Bürger“ so Behrens weiter, „…und hierfür laden wir alle Giessener zur Mitarbeit ein“.
In diesem Zusammenhang zeigte sich der Förderverein hocherfreut über die überraschend stark wachsende Mitgliederzahl und die Vielfalt der eingegangenen Mitwirkungs- und Gestaltungsideen, mit denen man nun arbeite. Sie zeige in ihrer Breite aus den unterschiedlichsten Bereichen, die positive Aufbruchstimmung und die Leidenschaft der Giessener, diese einmalige Chance für Giessen nachhaltig zu nutzen.
Giessen, 11. September 2009
Februar 2012
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