Großes Interesse an der Giessener Landesgartenschau: über 70 Landschaftsarchitekturbüros hatten en sich beworben
2. Phase im Realisierungswettbewerb zur Planung des Landesgartenschaugeländes in der Wieseck- und Lahnaue kann jetzt starten / Da die Teilnehmerzahl auf 35 begrenzt ist, musste das Los entscheiden
GIESSEN (mip/r). Im katholischen Kindergarten St. Elisabeth an der Ringallee durften am Montag Kinder die verschlossenen Umschläge mit den glücklichen Büros ziehen, welche ab dem 25. September die Auslobungsunterlagen erhalten und teilnehmen dürfen.

Die Kinder ziehen die verschlossenen Umschläge mit den glücklichen Büros
Von rechts: Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich, Kerstin Stingl (Stadtplanungsamt), Notar Gerhard Pflästerer, Ludwig Wiemer (Büro Landesgartenschau), Barbara Ziesenitz (Kindergarten St. Elisabeth)
(Foto: priv.)
Die Kindergartenkinder unter Betreuung von Leiterin Ursula Dippel und Frau Barbara Ziesenitz hatten die Auslosung liebevoll vorbereitet. Eingestimmt wurde durch das „Lied vom Regenwurm“. Frau Ziesenitz und Pfarrer Hermann Heil begrüßten im Namen der Pfarrgemeinde St. Albertus die anwesenden Kinder und Erwachsenen.
Kindergarten und Kirchengemeinde St. Albertus freuen sich schon auf die Landesgartenschau in 5 Jahren und haben mit Frau Ziesenitz schon eine begeisterte Ansprechpartnerin benannt.
Überwacht wurde die Aktion vom Gießener Rechtsanwalt und Notar Gerhard Pflästerer. Auch Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich hatte es sich nicht nehmen lassen, sich persönlich ein Bild zu machen: „Immerhin ein entscheidender Augenblick für unsere Landesgartenschau, denn unter diesen 35 Büros sind auch die künftigen Preisträger.“ Weigel-Greilich weiter: „Wir sind sehr erfreut über die Resonanz in Fachkreisen. Leider können nicht alle zum Zug kommen. Sonst wäre der Aufwand für unsere Preisrichter zu groß geworden.“
In einer Bekanntmachung waren am 3. August Landschaftsarchitekturbüros in ganz Europa aufgefordert worden, sich zu bewerben. Unter den 70 Bewerbungen finden sich überwiegend solche aus Deutschland, aber auch aus der Schweiz und Großbritannien. Um auch jungen und kleinen Büros eine Chance zu geben, wurden diese in einer Sonderkategorie separat gelost. Wie Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich betonte, gehe es der Stadt um eine faire und korrekte Abwicklung der bei Landesgartenschauen notwendigen Regularien.
Die teilnehmenden Büros haben jetzt bis zum 1. Dezember Zeit, ihre Beiträge zu erarbeiten. Das Preisgericht wird am 28. Januar 2010 die Siegerentwürfe küren. Am 4. Februar 2010 werden alle Beiträge, auch die nicht prämierten, in der Kunsthalle des Stadthauses zu sehen sein, damit sich alle Bürgerinnen und Bürger ein Bild machen können. Das letzte Wort wird die Stadtverordnetenversammlung haben, die darüber entscheidet, welcher der Siegerentwürfe dann tatsächlich beauftragt wird.
Giessen, 22. September 2009 / Bild: priv.
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