WIESBADEN (mip/r). Im Jahr 2008 wurden in Hessen knapp 4300 Hilfen für seelisch behinderte oder von seelischer Behinderung bedrohte junge Menschen geleistet, gut zwei Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, dauerten Ende 2008 noch gut 2800 Hilfen an. Knapp 1300 Hilfen wurden in 2008 begonnen.
Rund 43 Prozent der Hilfen wurden in einer Einrichtung über Tag und Nacht geleistet; 57 Prozent der Hilfen erfolgten ambulant/teilstationär oder bei einer Pflegeperson. Hauptzielgruppe waren bei Beginn der Hilfe die acht bis unter 13-Jährigen mit fast 48 Prozent. Rund 83 Prozent aller Hilfeempfänger waren bei Beginn der Hilfe minderjährig. Mit gut zwei Dritteln wurden die Hilfen vor allem Jungen zuteil.
Die Hilfen werden jungen Menschen gewährt, wenn deren seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweicht und daher die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt oder eine solche Beeinträchtigung zu erwarten ist. Die Hilfe kann sowohl ambulant, durch Unterbringung bei einer geeigneten Pflegeperson oder in stationären Einrichtungen erfolgen. Bei Kindern im Vorschulalter wird die Hilfe bevorzugt durch Unterbringung in einer integrativen Tagesbetreuung gemeinsam mit nicht behinderten Kindern geleistet. Für Schulkinder können unter anderem Kurse für Lese-Rechtschreib-Schwäche (Legasthenie) und Rechenschwäche (Dyskalkulie) gewährt werden.
Giessen, 29. September 2009
Februar 2012
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