Arbeitskreis der Statistischen Landesämter wird in Darmstadt konstituiert
WIESBADEN (mip/r). In Sachen Umweltökonomie hat die Mehrzahl der Statistischen Landesämter zehn Jahre lang nur auf vorläufiger Basis zusammengearbeitet.
Jetzt werden die Umweltökonomischen Gesamtrechnungen von den Statistischen Ämtern aller Bundesländer in ihre Aufgabenkataloge aufgenommen. Wie Hans-Josef Fischer, Präsident des in Fragen der Umweltökonomischen Gesamtrechnungen der Länder federführenden Landesbetriebs IT.NRW hierzu in einer Pressemitteilung weiter mitteilt, kommt heute erstmals der „Arbeitskreis Umweltökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AK UGRdL) zusammen.
Vorausgegangen sind zehn Jahre, in denen die Mehrzahl der Statistischen Landesämter die Berechnung und Bereitstellung regionaler Daten und Indikatoren aus dem Bereich der Umweltökonomie in einer vorläufigen Arbeitsgemeinschaft durchführten. Präsident Hans-Josef Fischer: „Die „Zeit der Unverbindlichkeit“ ist vorbei. Das Spannungsverhältnis „Umwelt und Ökonomie“ hat einen gewaltigen Bedeutungsschub erfahren, dem nun gemeinsam Rechnung getragen wird. Mit ihrem Beschluss zur Gründung eines Arbeitskreises Umweltökonomische Gesamtrechnungen der Länder haben die Spitzen der statistischen Ämter der Länder auf der Tagung der Amtsleiter im Frühjahr 2009 hierzu das Startsignal gegeben.“
Der Aufgalopp findet nun auf Einladung des Landes Hessen mitten in der Republik in Darmstadt statt. Mit dem Tagungsort wird nicht nur der Zentralität des Anliegens UGR der Länder symbolisch Rechnung getragen. Eckart Hohmann, Präsident des gastgebenden Hessischen Statistischen Landesamtes: „Im Jahr der Astronomie und angesichts des zukunftsweisenden Aufbruchs konnte es nach meiner Auffassung eigentlich nur einen Veranstaltungsort geben: Darmstadt, als Zentrum der Raumfahrt in Deutschland und Europa, und hier EUMETSAT, als dem Datenlieferanten Europas für via Satelliten gewonnene Wetter-, Klima- und Umweltdaten.“ Im Gebäude der EUMETSAT in Darmstadt begrüßen die Präsidenten Hans-Josef Fischer und Eckart Hohmann am 21. und 22. Oktober die Teilnehmer/-innen der ersten Sitzung des Arbeitskreises „Umweltökonomische Gesamtrechnungen der Länder“.
Zielsetzung der Umweltökonomischen Gesamtrechnungen der Länder ist die Darstellung des Spannungsverhältnisses „Wirtschaft und Ökologie“ sowie der Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft und Umwelt auf der Basis der qualitätsgesicherten Daten der amtlichen Statistik für die Bundesländer und ihre Gebietseinheiten. Hierzu werden von den statistischen Landesämtern umfassende Arbeiten zur Methodenentwicklung und zur Berechnung der Daten, die als raumbezogene Indikatoren insbesondere im Rahmen des Nachhaltigkeitsprozesses benötigt werden, geleistet. Der Arbeitskreis UGRdL koo-periert mit zahlreichen Umweltinstitutionen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Er veranstaltet themenbezogene Kongresse und publiziert grundlegendes Datenmaterial für den Regionalvergleich in seinen gemeinschaftlichen Veröffentlichungen. Umfassende Einblicke in die Umweltökonomischen Gesamtrechnungen der Länder bietet die Homepage www.ugrdl.de.
Fachliche Themen der ersten Sitzung des neuen Arbeitskreises werden unter anderem sein: Der Erfahrungsbericht 2010 über die Nachhaltigkeit von Umweltindikatoren an die Umweltministerkonferenz, die erste Gemeinschaftsveröffentlichung des neuen Arbeitskreises, die dem Thema „Wasser“ gewidmet sein wird, sowie die Berichterstattung über die Emissionen aus dem Bereich der Landwirtschaft.
Giessen, 21. Oktober 2009
Februar 2012
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