GIESSEN (mip/r). Am kommenden Mittwoch, dem 28.10.2009 findet ab 8:30 Uhr im Bürgerhaus Atzbach (Lahnau) die Auftaktveranstaltung für die weitere Kooperation in Sachen nachhaltiges regionales Siedlungsflächenmanagement statt. Aus Sicht der beteiligten Kommunen sollen gemeinsame Interessen definiert und konkrete erste Schritte für eine weitergehende Zusammenarbeit skizziert werden. Mittelfristiges Ziel ist es dauerhafte Kooperationsstrukturen aufzubauen, um hohe Investitionskosten für neue Baugebiete und Infrastrukturfolgekosten für kommunale Haushalte zu sparen, mehr Freifläche zu erhalten unter Beibehaltung eines attraktiven und konkurrenzfähigen Angebots an Gewerbe- und Wohnbauflächen in der Stadtregion. Auch Wege zur Modernisierung der bestehenden Wohn- und Gewerbeimmobilien stehen zur Diskussion. Interessante Perspektiven zeichnen sich durch das Projekt „Nachhaltiges Flächenmanagement“ im Rahmen der hessischen Nachhaltigkeitsstrategie und der Einrichtung einer Stabsstelle zur „Regionalen Koordinierung und Entwicklung“ im Regierungspräsidium Giessen ab.
REFINA ist ein Förderschwerpunkt, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 2004 im Forschungsprogramm Nachhaltigkeit gesetzt hat, um einen effizienteren Umgang mit Grund und Boden zu fördern. REFINA steht für „Forschung für die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und ein nachhaltiges Flächenmanagement“. Im Rahmen von REFINA sollen regionalspezifisch innovative Konzepte entwickelt und erprobt werden, mit deren Hilfe unterschiedliche Ziele, wie wirtschaftliches Wachstum, Umwelt- und Naturschutz, aber auch sozialgerechte Wohnungsversorgung, städtebauliche Qualität und Mobilität besser vereinbart werden können.
In Kooperation mit sieben weiteren Verbundpartnern haben sich die Städte Gießen und Wetzlar als kommunale Arbeitsgemeinschaft hierfür beworben. Im Februar 2007 ging der Zuwendungsbescheid ein. Der interdisziplinäre Forschungsverbund betrachtet die Flächeninanspruchnahme in der Stadtregion unter ökonomischen, sozialpolitischen und städtebaulichen Gesichtspunkten und sucht praxisnahe Lösungen für eine nachhaltige Nutzung. In der öffentlichen Abschlussveranstaltung im vergangenen Jahr wurde Bilanz gezogen. Als zentrales Ergebnis der Entwicklungsphase wurde ein umfassendes Steuerungsmodell zur Realisierung eines (stadt-)regionalen Siedlungsflächenmanagements auf Basis eines raumordnerischen Vertrages vorgestellt und den regionalen Akteuren zur Fortführung empfohlen.
Nähere Informationen unter Bundesforschungsprojekt: www.refina-info.de
und
Forschungsprojekt in der Stadtregion: http://refina-region-wetzlar.giessen.de
Giessen, 25. Oktober 2009
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