Malerei
Ausstellungseröffnung am Freitag um 19.30 Uhr
in der neuen Kunsthalle am Berliner Platz
Reale Schattenbildungen und Farbschattierungen entschlüsseln und verdichten expressive Lichtgestaltung in Farbnuancen / Intensive Farbräume als topologische Flächenphänomene entbinden zeitlose Farbformen / Figurative Positionen in altmeisterlicher Motivwelt /Porträtserien im sozialen Kontext
Von Frank Sygusch
GIESSEN. Die dichten Farbpräsenzen der Bilder von Anke Doberauer entfalten eine starke Anziehungskraft auf den Betrachter. Die Schattenbildungen und Farbschattierungen in den kontrastreichen Bildteilen offenbaren einen wesentlichen Anteil der expressiven Lichtgestaltung und führen zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der konkreten Farbauswahl und der gestalteten Farbanordnung der Künstlerin.
Die in der Giessener Kunsthalle präsentierten Werke „Sunset“ (2006, Öl auf Leinwand, 7 teilig, insgesamt 195x859 cm); „RGB“ (2009, Öl auf Leinwand, 210x190 cm); Aussicht (Öl auf Leinwand, 4 teilig); die beiden unabhängig voneinander entstandenen Portrait-Gruppen, die sechszehn Studierende (2008, Öl auf Leinwand, 16-teilig, je 100x70 cm) und vierzehn ForscherInnen (1999, Öl auf Leinwand) zeigen; die Auftragsarbeiten "Acht Magnifizenzen" (1997, Öl auf Leinwand, 81x65 cm) und das Bild „Die Badenden“ (2009, Öl auf Leinwand, dreiteilig, insgesamt 300x620 cm), das die Künstlerin exklusiv für die Giessener Ausstellung inszeniert hat und in der Kunsthalle erstmals ausstellt, zeigen eine faszinierende Auswahl von Arbeiten, die mit detaillierten Farbfragestellungen in Bildszenen und beeindruckender Zuordnung ein hohes Vermögen haben zu überraschen. Intensive Farbräume setzen als topologische Flächenphänomene eine hohe Lichtintensität frei und bieten starke hell-dunkel Reize.

Sunset - Anke Doberauer in der Kunsthalle Giessen
Wie Fremde in einer vertrauten Umgebung blicken die Menschen voller Sehnsucht und mit Neugierde in eine unendliche Ferne und in einen weiten Farbhorizont. Es sind elf lebensgroße Personen, die entspannt vor einem niedrigen Mauersockel mit aufgesetztem und brusthohem Zaun stehen. Und es scheint, als ob die intensiven Farbhintergründe im Bild eine Raumillusion anbieten, die leuchtend helle Spektralfarben und klare Orientierungspunkte als Flächenformen in fein abgestuften Farbnuancen zeigen, so dass der Vordergrund noch stärker als ein hervorgehobener Bildraum erlebt wird. Für das Auge in seiner alltäglichen Farbrezeption wirken die großflächigen Farben wie Farbzwischenräume in dichter Dimension gestaltet. Aber warum stehen die Personen vor dem Zaun mit den klaren Linien und geschwungenen Verzierungen? Das Grundmuster des geschmiedeten Zaunes in seinen Formen und in den Bildebenen scheint den umgebenden Raum zu erweitern, und wirkt in seinen starken Konturen als Grenze gegenüber einem klaren Lichtraum, der wie aus einer anderen Welt hervordringt ohne aber den Eindruck eines illusionistischen Bildraums zu verstärken? Bietet der Zaun als Grenze Schutz und Geborgenheit, oder verhindert er etwas? Und kennen sich die Personen untereinander; sind es Bekannte, Freunde oder ist es eine Familie mit Mutter, Großmutter, Schwestern und Brüdern, Neffen oder Nichten und Enkelkindern; oder treffen sich die Menschen ganz zufällig an diesem Ort in diesem Moment, um den Sonnenuntergang zu bestaunen und zu genießen?

Sunset (Details) - Anke Doberauer in der Kunsthalle Giessen

Der farbig leuchtende Bildhintergrund, der über mehrere Meter Bildbreite als Panorama besteht, lädt den Betrachter ein mit dem Auge zu wandern, entzieht sich aber sogleich in seiner markanten Gesamtheit der spontanen Blickweite und der Wahrnehmung. Das was auf dem großformatigen Bild zu sehen ist, lässt sich leicht erkennen, aber dennoch schwer zuordnen und das Bild in allen seinen Bildteilen kann vielleicht nur als Ganzes erfasst werden, wenn der Abstand des Betrachters zum Bild größer ist als die Bildbreite. Dann aber steht der Betrachter fast zehn Meter weg von der Bildoberfläche und erlebt ein Gefühl doch wieder nähertreten zu wollen, um die wunderbaren Details der Malerei zu entdecken und die Wirkung der Farbreize im Kontakt zu spüren. Oder soll das Auge des Betrachters fernab und entlang der geschwungenen Linien und Muster des Zaunes entlang gleiten und wie kleine Wellen auf und ab mitschwingen? Ist das, was auf dem Bild zu sehen ist vielleicht eine energetische Illusion? Und sind wir als Betrachter bestimmt das Licht als Medium zu brechen, damit es für die Farbwahrnehmung im Bild um uns herum aufleuchten kann? Dann sind wir ein Teil des Kunstwerkes, wenn wir in den Dialog mit dem uns umgebenden Licht eingehen, das das Bild in den Raum hervortreten und die besondere Farbwirkung und markante Stimmung entstehen lässt. Scheint also das Bild als Objekt mit den Farben und Farbflächen fühlbare Farbpunkte in den Raum abzugeben, die es wahrzunehmen gilt? Auf dem Mauersockel entdeckt der Betrachter einen roten Pfirsichkern zwischen den Figuren, dessen Schatten sich hinzieht und mit dem Sonnenuntergang länger zu werden scheint. Und wer die Ausstellung besucht und sich dicht und nahe vor das Bild stellt wird weitere Objektformen und Einzelheiten in der figurativen Position mit ihrer Farbwirkung entdecken können.

RGB – Anke Doberauer in der Kunsthalle Giessen
Die drei jungen Frauen mit den roten, grünen und blauen Hosenbeinen treten in der Farbwirkung besonders mit den verschatteten Partien und Faltungen an sich und dem Körper in Kontrast und heben sich zunächst von dem hellen Hintergrund deutlich hervor.
„RGB“ lautet der ansprechenden Titel des Bildes und assoziiert die Möglichkeiten der additiven Farbmischung am Computer mit Bildschirm und Software. Das was wir aber sehen ist Malerei auf Leinwand, entstanden mit Pinselstrichen aus der Hand gemalt und mit gemischten Farben gezeichnet, die fein und präzise aufgetragen wurden. Das entstandene Bild macht neugierig und je länger man davor steht, umso stärker scheinen die Farben zu leuchten und im Raum zu wirken. Die Farbauswahl und die Bildkomposition regen an darüber nachzudenken mit welchen Mitteln und Motiven die Malerin Anke Doberauer arbeitet. Ist das blau der Hose vollständig ohne rot und grün; und ist das grün in dunkel gehalten ohne blau und rot und ist die Schattierung von gelb tatsächlich ohne blau? Oder sind die Anteile von rot, grün und blau immer gleich groß und hell? Und sind die Farbanteile des rechten T-Shirts in gleichen Anteilen von grün und blau gehalten und sind die Farben der Haut Schattierungen von orange? Enthält die Farbe der Oberfläche des Mauersockels grau mit gleichen Anteilen? Oder geht es in diesem Werk um die Dualität von hell und dunkel als gelb und blau im Dialog, obgleich wir drei Personen in einer Triade ineinander im Gespräch in Beziehung treten sehen? Erhalten die drei Figuren als gestaltende Kraft für die dynamische Dualität der Farben eine hohe Bedeutung und welche Farbkräfte scheinen ihre Wirkung zu entfalten?
Die Haut der drei Frauen bleibt bedeckt. Und der Himmel leuchtet hell und nicht in azurblau und die drei jungen Frauen stehen vor einer Mauer, die kniehoch und mit zwei runden Zaunstangen in der horizontalen Ebene den Raum nach beiden Seiten in der Wahrnehmungswirkung erweitert. Dabei helfen farbliche Umrisse und feinste Pinselstriche, die wie Grenzlinien wirken und eine intensive Tiefenwirkung differenzieren helfen. Das Zusammenspiel aller Farben ist imposant und unterstützt eine realistische Wirkung, die im nächsten Augenblick aber wieder zu zerfallen droht, wenn das Auge auf der Bildoberfläche weiter wandert. Dann vermischt sich die Wahrnehmung der Farben mit wunderbar abgestuften, hellen Farbtönen und die Tonwerte lassen die Bildflächen in eine direkte Kommunikation mit dem Betrachter treten. Denn die Übergänge in den Zwischenräumen hin zur hellen Farbe wirken als Umbrüche enorm lebhaft, wie durch ein fotographisches Hilfsmittel verstärkt herbeigeführt, und intensiv wird das Wissen um das unendliche Farbspektrum ausgenutzt, das die Grundlage der Bildkomposition für die Farben bildet.
Der leuchtend und lichthelle Hintergrund scheint im Beziehungsgeflecht der drei Frauen so hell, nah und doch unerreichbar, fast unsichtbar. Die beiden runden Querstangen schweben im Bildraum und werden von den Frauen in der vertikalen Ebene gestützt und bilden eine gemeinsame Einheit. Es ist die szenische Interaktion zwischen den Bildräumen, den Farben und den Figuren, die auch dieses Bild fast wie eine Illusion erscheinen lässt. Oder ist es das Farbengeflecht der drei Figuren, das im Vordergrund steht und sich als Einheit ausbreitet im Raum? Und wird die Farbwirkung des hellen Lichtes nicht umso stärker reflektiert, je länger wir uns im Blick auf die drei Frauen im Gespräch vertiefen?
Ob Rot-Grün-Blau oder Rot-Blau-Gelb: Zu dicht und prägnant sind die Farbzeichen gesetzt, die zu einer Dechiffrierung beitragen und wie eine Gratwanderung ist der Betrachter der Wirkung der Farbnuancen ausgesetzt, die nur langsam eine Bedingung der Möglichkeit für einen Halt bieten. Kleine Richtungswechsel in Farbformen und Formphänomen lassen erkennen, dass die Art der präzisen Gestaltung des Bildraumes Projektionsflächen anbietet, die intuitiv wahrgenommen das Vergnügen des Betrachters sind. Die Intensität der Farben in allen Bildteilen scheint gleich hoch. Und doch leuchten die Gegensätze so stark auf, die sich im Raum überall verteilen und zu ergänzen scheinen und mit einer hohen Geschwindigkeit über den Raum des Bildobjektes hinaus in den umgebenden Raum ausbreiten.
Kleidet die 1962 geborene Künstlerin Anke Doberauer etwas in Formen, das sich im Dialog mit und aus dem Wesen der Farben auf der Leinwand in einem dynamischen Umkehrprozess entwickelt hat? Ist es vielleicht ein zeitloses Begehren, das in erarbeiteten Farbformen weiter wirken kann und zeitunabhängig und intuitiv beim Betrachter in wahrgenommenen Farbräumen entbunden wird? Oder ist es der verdoppelte Blick auf einen Sonnenuntergang oder die Aussicht auf einen Berggipfel im salzburgischen Land bei Sonnenlicht, zu dem wir selbst mit unserem eigenen Blick beitragen und eine persönliche Illusion schaffen können. Gibt es in den Bildern, in denen uns die Figuren den Rücken zeigen überhaupt einen konkreten Punkt, einen winzigen Ort für die Unendlichkeit und einen Plan so etwas wahrzunehmen und zum Verstehen zu bringen, dass wir als menschliches Subjekt so wünschen? Oder sehen wir was wir erkennen, als die Haarsträhne im Wind, die das Ohr am Körper ein wenig verdeckt; den Armreif an der Hand und um das Handgelenk gebunden; und die Hautfarbe des Menschen zwischen den Kleidungsstücken entdeckt; die lange Querstange als Überbrückung und Halt, die nichts unterbricht, nur verbindet und grenzenlos wirkt. Oder entsteht vielleicht hier eine Momentzone in der sich Sprung und Fall einander unausweichlich annähern und beides die gleiche Bedeutung findet?
Das was wir im Bild als Objekt wahrnehmen, wenn wir im Blick haben und schauen, dass es mit Farben zu sehen gilt, die im Licht entstehen und durch numerische Brechungen geformt werden können, sind unabhängige Farbzeichen in Farbräumen mit Farbnuancen. Und im Blick des Betrachters fangen die Farben an sich zu bewegen und bilden Kontrapunkte zu den vorgefundenen Motiven, Objekten und Figuren im Bild.

Die Badenden - Anke Doberauer in der Kunsthalle Giessen

Die Badenden (Details) - Anke Doberauer in der Kunsthalle Giessen

Die Badenden, meist Kinder und Figuren zu zweit und zu dritt als Gruppe, tauchen spielend ein und unter zwischen die Grenzen der Farbspiegelungen und den geformten Oberflächenraum, die sie wahrnehmen im Spiegel des Lichtes und im Wassergrund. Der helle Himmel im Hintergrund verschmilzt ohne Horizont mit der Oberfläche des Meerwassers in ein azurblau und die Meerestiefe scheint nur kniehoch und keiner denkt ans Schwimmen, aber fast alle Kinder tragen die leuchtend bunten Ringe und Farben, die wie Leuchtreklame und fluozierende Leuchtstoffröhren den Blick des Betrachters bannen. Wie Schutzringe in Farbformen aus Kugel, Zylinder und Kegel gehüllt sind manche Flächen angeordnet und eines der Mädchen trägt eine Taucherbrille und wird vermutlich den Meeresboden erkunden wollen, wenn es erst mal auf die mit nichts außer Luft gefüllte Matratze geklettert ist. Manche der Posen und Haltungen im Bild wirken ein wenig steif und eingefroren, nicht wirklich in Bewegung. Schüttet das Mädchen mit der blauen Kopfbedeckung an der linken Bildseite in der Mitte des Panoramas nicht etwas aus oder möchte es - umgekehrt - den Eimer erst mit Wasser auffüllen? Sind also die abgebildeten Personen mit den leuchtend-farbigen Schwimmreifen und den bunten Lufthüllen bloße Objekte im Bild, oder bilden die Formen in Farbe mehr aus? Die Farbgestaltung erzeugt eine immense Anziehungskraft für den Betrachter und die Figuren und leuchtenden Objekte scheinen förmlich aus dem Bild in den Ausstellungsraum zu springen.
Spiegelt und spürt das Bild von Anke Doberauer einem der immer wiederkehrenden Themen nach und verdoppelt es im Spiegel der Kunstgeschichte: geht es um die Harmonie in der Natur (und die Kunst) und das zu malen, was man sieht und nicht das, was man weiß. Form, Farbe und Struktur werden in einer sehr prägnanten Weise zusammengeführt und im Bildflächenraum gleichmäßig verdichtet. Alles entsteht aus und mit den hellen Farben im Wechsel; nur die Hautfarbe verträgt die dunklen Töne in mannigfaltigen Abstufungen, die harmonisch wirken und den Ausgleich aus roten Schattierungen erfahren und im Bildraum verteilt sind. Dadurch entsteht eine Bildanordnung, die den Raum über Farben systematisiert und durch Kontrastierung die Figuren sehr stark vom umgebenden Flächenraum abgrenzt. Sind also die Badenden, die die Schwerkraft anders erleben, Teil einer facettenartigen Konstruktion aus Naturformen und mit dem Pinselstrich geschaffen?

Studenten - Anke Doberauer in der Kunsthalle Giessen

Die Portraits, die Studierende zeigen, sind gleichzeitig ein direkter Konfrontations- und ein intensiver Kommunikationsprozess einer Professorin mit ihren Schülerinnen und Schülern, die sie im sozialen Kontakt unterrichtet, betreut, begutachtet und kritisieren und schätzen lernt. Mit den Bildern lässt die Künstlerin den Betrachter mit in den Kontext einziehen. Und die Farben der Hintergründe scheinen die Personen förmlich einzuhüllen und laden ein zu überlegen, welche wunderbaren Persönlichkeiten und Menschen dahinter stehen. Wer dicht vor einem der Portraits steht, spürt auch hier eine angenehme Anziehung und räumliche Dichte, die aus dem geschaffenen Farbraum entsteht und den umgebenden Raum mit einbezieht.

Acht Magnifizenzen - Anke Doberauer in der Kunsthalle Giessen
Magnifizenz Friedrich Hund. Professor für Theoretische Physik, Rektor im Jahr 1948
So wie bei den Portraits der Studierenden bilden die „acht Magnifizenzen“ der Universität Jena in Öl auf Leinwand einen weiteren thematischen Bezug zur Universitätsstadt Giessen. Auch in Giessen leben viele Studierende und ProfessorInnen, die gemeinsam an der Universität zusammentreffen und der Stadt Giessen seit Gründung der Universität und bis heute eine besondere Identität als Wissenschaftsort im öffentlichen Raum geben.
Die Friedrich Schiller Universität beauftragte Anke Doberauer im Jahre 1997 mit der Ausführung einer Reihe von Rektorenbildnissen, um die Magnifizensenreihe für den Zeitraum von 1939 bis 1997 zu ergänzen.
Die ersten vier Rektoren der Reihe (Karl Astel, Friedrich Zucker, Friedrich Hund, Josef Haemel), die zum Zeitpunkt der Auftragsvergabe bereits verstorben waren, sind durch eine besondere Bildformel wiedergegeben. Stehende jugendliche Figuren in Rückenansicht halten ein geöffnetes Buch, in dem sich das eigentliche Portrait in Form einer (gemalten) fotografischen Porträtdarstellung des jeweiligen Rektors zeigt. Die fast monochromen Farbhintergründe der Porträtserie wechseln von einem dunklen Braun-Schwarz, über schwarz, schwarz-rot, Rot und rot-orange zu orange-gelb und gold.
Eine besondere Bedeutung innerhalb der Serie kommt dem ersten Portrait zu. Im Rahmen ihrer Beschäftigung mit der Geschichte der verstorbenen Rektoren und über den ursprünglichen Auftrag hinaus entschied sich die Künstlerin, die Reihe um dieses Bildnis zu erweitern. Karl Astel (1898 – 1945) war überzeugter Nationalsozialist und einer der führenden Rasseforscher im Dritten Reich. Mit der erstmaligen Ausstellung Ende 1997 entstand eine Kontroverse um das Porträt Karl Astels. Doberauers Porträt integriert auch den unliebsamen Teil der Historie der Universität Jena und zwingt zur kritischen Auseinandersetzung. Die Bewertung dieser Porträtserie bleibt ambivalent und lässt kontroverse Stellungnahmen zu.
Im Rahmen der Ausstellung in der Giessener Kunsthalle wird ein Vortrag zum Thema folgen und weitere Informationen zur Diskussion können als Dokumentationsordner, auf Nachfrage an der Aufsicht in der Kunsthalle, eingesehen werden.
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Es lohnt sich Zeit zu nehmen und die Ausstellung in der Kunsthalle zu besuchen, die am Freitag eröffnet und bis zum 31. Januar 2010 in Giessen zu sehen sein wird. Ein umfangreiches museumspädagogisches Begleitprogramm wird zur Ausstellung angeboten und bereits am 08. November 2009 findet um 11.30 Uhr eine Kuratorenführung mit Dr. Ute Riese in der Kunsthalle statt.
Am 06. Dezember 2009 findet um 15.00 Uhr ein öffentliches Künstlergespräch mit Anke Doberauer unter der Moderation der Kuratorin Dr. Ute Riese statt und es bietet die Gelegenheit mit der Malerin über ihre Werke und Arbeit zu sprechen.
Ein Katalog wird zur Giessener Ausstellung aufgelegt und zum Termin des Künstlergespräches mit der Malerin Anke Doberauer am 06. Dezember 2009 präsentiert werden.
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Anke Doberauer wurde 1962 in Bad Homburg v.d.H. geboren.
In den Jahren 1982 bis 1989: Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und Studium der Deutschen Literaturwissenschaft und Linguistik an der Technischen Hochschule in Braunschweig.
1991 Meisterschülerin bei Ben Willikens.
1992 3éme cycle an der École Supérieure des Beaux-Arts, Marseille-Luminy
1993 Karl Schmidt-Rottluff Stipendium
1994 – 95 Cité Internationale des Arts, Paris. Stipendium der Hessischen Kulturstiftung
1998 – 99 Collegium Budapest Institute for Advanced Study. Focusgruppe Bild und Bildlichkeit (mit Horst Bredekamp, Wolfram Hogrebe, Franz J. Verspohl, Martin Warnke)
Seit 2003 Professorin für Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste München
Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland
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Anke Doberauer – Malerei
Kunsthalle Giessen
31. Oktober – 31. Januar 2010
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10:30 bis 17.00 Uhr;
Montag geschlossen.
Vom 24. Dezember bis 31. Dezember ist die Kunsthalle geschlossen.
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Anfahrt
Die Kunsthalle Giessen liegt zentral am Berliner Platz. Sie ist vom Hauptbahnhof Giessen mit den Stadtbuslinien 2 (Haltestelle Berliner Platz), 24 (Haltestelle Stadttheater) und 520 (Haltestelle Behördenzentrum) oder zu Fuß in 10 Minuten zu erreichen.
Weitere Informationen und Beiträge unter:
Anke Doberauer - Ausstellung in Giessen ist eröffnet
und
Giessen, 27. Oktober 2009 / alle Fotos der Ausstellung und Textkommentar: Frank Sygusch (Giessen-Server.de)
Mit der Bitte um Beachtung: die Ausstellungsfotos sind heute im Rahmen des Pressegespräches unter vorläufigen Licht- und Beleuchtungsbedingungen entstanden und geben nicht in allen Teilen die (wunderbaren) Farben der Kunstwerke wider, die nur im authentischen Kontakt als Besucher und Betrachter in der Kunsthalle erlebt werden sollten.
Februar 2012
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