WIESBADEN (mip/r). In den ersten neun Monaten dieses Jahres sank der Umsatz der hessischen Großhändler (einschließlich der Handelsvermittlung), verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Jahres 2008, nominal um annähernd 15 Prozent. Real, das heißt nach Ausschaltung der Preisveränderungen, betrug der Rückgang zehn Prozent.
Wie das Hessische Statistische Landesamt weiter mitteilt, schnitt der Großhandel mit landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden Tieren mit einem realen Wachstum von annähernd zehn Prozent bei einem nominalen Rückgang von gut elf Prozent erheblich besser ab. Das enorme Auseinanderfallen der beiden Veränderungsraten zeigt klar den Preisverfall in diesem Bereich. Der Umsatz im Großhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren schrumpfte nominal um annähernd neun Prozent, was einem realen Minus von 6,5 Prozent entsprach. Der Großhandel mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern, also den Artikeln des täglichen Bedarfs, war nominal und real mit fast zwei Prozent im Minus. Mit gut 31 Prozent fiel der nominale Umsatzrückgang beim Großhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik besonders hoch aus, auch real war die Lage mit minus 17 Prozent nicht viel besser. Der Großhandel mit sonstigen Maschinen, Ausrüstungen und Zubehör büßte nominal fast und real genau ein Viertel seines Vorjahresumsatzes ein. Auch der sonstige Großhandel, zu dem beispielsweise der Großhandel mit Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen, mit Bau- und Installationsbedarf, mit chemischen Zwischenprodukten oder mit Altmaterial und Reststoffen gehören, hatte drastische Einbußen. Dort sank der nominale Umsatz im Vergleichszeitraum um 24,5 Prozent, real war dies ein Minus von knapp 15 Prozent.
Die negative Umsatzentwicklung schlug auch auf die Beschäftigungssituation im Großhandel und in der Handelsvermittlung durch. Eine Abnahme der Zahl der Teilzeitbeschäftigten um gut fünf Prozent und eine Abnahme der Zahl der Vollbeschäftigten um annähernd zwei Prozent führte dazu, dass die Zahl der insgesamt dort Beschäftigten im Vergleichszeitraum um gut zwei Prozent sank.
Giessen, 17. November 2009
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