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Rauschende Ballnacht im Audimaximum in Giessen

Veranstaltungsauftakt des Doppeljubiläums: 100 Jahre Stadttheater und 400 Jahre Universität

von Dagmar Klein



Mitglieder des Jugendclubs des Stadttheaters in barocken Kostümen (Bild: Frank Sygusch)





GIESSEN.                   Das Doppel-Jubiläumsjahr 2007 verspricht ein gutes Jahr zu werden, zumindest wenn man den gelungenen Auftakt am Wochenende als Maßstab sieht. Die Logistik hat geklappt, Theater und Universität haben hervorragend zusammen gearbeitet beim Organisieren des Uni-Theater-Balls. Denn zunächst galt es dem Raum ein neues Outfit zu verpassen. Das nüchterne Audimax im Philosophikum II musste in einen ansprechenden Tanzsaal verwandelt werden.








Die übliche Reihenbestuhlung wurde entfernt, neben runden Tischen und Stühlen vor allem eine professionelle Technik herbei geschafft. Nicht nur Bühnendekoration und Beleuchtung trugen zur Atmosphäre bei, vor allem die Videoprojektion (geschaffen von den zwei Studenten der Theaterwissenschaften Christian Grammel und Janosch Pomerenke) an den seitlichen und Frontwänden schufen Ballsaal-Atmosphäre, zudem sorgten sie optisch für die Erweiterung des Raumes.







Die Projektion wandelte sich auch jeweils passend zu den diversen Kostproben, die von Ensemblemitgliedern des Theaters präsentiert wurden.









Empfangen wurden gut 500 Gäste mit einem roten Teppich und Blitzlichtgewitter, wie bei einer Großgala in den Metropolen. Nach der Begrüßung der Gäste und gegenseitiger Gratulation - 100 Jahre Stadttheater und 400 Jahre Universität – tanzten Theaterintendantin Catherine Miville und Universitätspräsident Prof. Stefan Hormuth den Eröffnungswalzer.








Die vielen Tanzbegeisterten ließen sich nicht lange bitten und füllten die Tanzfläche vom Anfang bis zum Ende dieses langen Abends.






Svende Obrocki von der Tanzcompagnie Giessen (Bild: Frank Sygusch)




Das untere Foyer hatte der Catering Service des Studentenwerks belegt. Hier war Platz für Gespräche und Verschnaufpausen an Bistrotischen.








Das obere Stockwerk diente als Garderobe und Maske für die vielen Ensemblemitglieder, die diesen Abend zu einem vielseitigen und bunten Abend werden ließen: Das komplette Philharmonische Orchester, abwechselnd dirigiert von GMD Carlos Spierer und Herbert Gietzen, war dabei und ließ vorwiegend Walzerklänge ertönen, am späteren Abend auch Foxtrott und Tango.







Magdalena Stoyanova und Paul Zeplichal von der Tanzcompagnie beim Tango (Bild: Frank Sygusch)




Das Gesangsfach war vertreten mit Liedern aus den aktuellen Produktionen Rigoletto und Anatevka.








Das Schauspiel-Ensemble schickte zwei „angestaubte“ Herren, die „eigens aus Wien herbeigeeilt waren“: Siegfried Lenkl und Harald Pfeiffer moderierten mit österreichischem Zungenschlag.




Siegfried Lenkl und Harald Pfeiffer


Ein Höhepunkt des an Höhepunkten reichen Abends war ihr Gesangsduett über die Engel, die auf Urlaub nach Wien kommen.







Mélodie Lasselin und Magdalena Stoyanova von der Tanzcompagnie (Bild: Frank Sygusch)



Besonders stark engagierte sich die Tanzcompagnie, die mit diversen Szenen aus ihren Produktionen das Publikum faszinierte.




Svende Obrocki, Kai Guzkowski und Mélodie Lasselin mit Auszügen aus der aktuellen Produktion "Romeo und Julia" (Bild: Frank Sygusch)




Tanzdirektor Tarek Assam und Susan McDonald versuchten außerdem noch geduldig, dem bereitwillig mitmachenden Tanzvolk den eleganten höfischen Tanz „Quadrille“ beizubringen.








Musikalische Einlagen gaben außerdem die Band Escarmouche und die Acapella-Gruppe Schmachtigallen, der Opernchor sorgte unter dem Titel „Insalate Italiana“ für südländisches Flair. Für ein optisch buntes Bild sorgten – neben den zahlreichen Ballkleidern im Publikum – der Jugendclub des Stadttheaters (Leitung Abdul M. Kunze), die in Kostümen von barock bis punkig immer zugegen waren.






Die Schmachtigallen




Es war schon fast Mitternacht, bevor die aus Heidelberg angereiste Freddy Wonder Combo so richtig einheizen konnte. Die Party Band überzeugte mit ihrem großem musikalischen Spektrum und ihrer Professionalität. Dazu gehörten selten gecoverte Schlager italienischer und spanischer Herkunft, Schmusesongs a la Barry White, Twist und Rock’n Roll der 60er Jahre ebenso wie Dancefloor der 80er, Soul und Funk-Einlagen, und – dank der hervorragenden Sängerin – großartige Interpretationen von Shirley Bassey und Tina Turner-Songs. Das Publikum bewies Steh-, respektive Tanzvermögen, und schöpfte den eitrahmen bis 2 Uhr voll aus.





Freddy Wonder Combo aus Heidelberg (Bild: Frank Sygusch / giessen-server.de)






Giessen, 22. Januar 2007 / Text: Dagmar Klein / alle Bilder: Frank Sygusch
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