(mip/f). Rollenspiele rund um die Geschlechterfrage
von und mit Nicole Lohfink und Carola Marie Lowitz
Dienstag, 28. März 06 | 22.00 Uhr | TiL-Studiobühne
Johanna darf sich nicht verlieben, Vera will sich unbedingt verlieben, Salome hat sich verliebt und muss teuer dafür bezahlen. Drei Frauen auf der Suche nach sich selbst – und bei dem Versuch, sich zur „unbekannten Spezies Mann“ in Beziehung zu setzen. „Beziehungs-Weise: Rollenspiele rund um die Geschlechterfrage“ heißt das Programm, das am Dienstag um 22.00 Uhr als Teil der „Spätschicht“-Reihe des Stadttheaters in der TiL-Studiobühne zu erleben ist.
Nicole Lohfink und Carola Marie Lowitz präsentieren eine szenische Collage, in deren Mittelpunkt drei literarische Frauenfiguren stehen: Johanna von Orleans (Friedrich von Schiller), Vera aus „In den Augen eines Fremden“ (Wolfgang Maria Bauer) und Salome (Oscar Wilde). Rund um die Monologe dieser drei Heldinnen stürzen sich die Schauspielerin und ihre Regisseurin mit Vergnügen auf alles, was sie zum Thema Frauen&Männer so finden konnten: Ob literarische Texte von Christa Wolff oder Franca Rame, wissenschaftliche Untersuchungen, eigene Texte oder Fragmente unterschiedlichster Autoren – von Al Quaddafi bis Dieter Schwanitz. Mit mehr als einem Augenzwinkern machen sie sich die Geschichte(n) zwischen Frau und Mann zu Eigen und werfen allzeit drängende Fragen auf: Was ist denn nun die Kunst des Liebens? Kann man sie lernen? Und was sagen eigentlich die alten Griechen dazu? Ein Abend über Identität, Geschlechterrollen und zwischenmenschliche Beziehungen. Karten zum Preis von 6.50 Euro gibt es an der Theaterkasse in der Johannesstraße oder an der Abendkasse im TiL.
Nicole Lohfink erhielt ihre künstlerische Ausbildung am Mozarteum in Salzburg sowie am Queen Margaret University College in Edinburgh. Seit Beginn der Spielzeit 2004/05 ist sie Ensemblemitglied am Stadttheater Gießen. In dieser Spielzeit konnte das Publikum sie u. a. als Laura in Tennessee Williams´ DIE GLASMENAGERIE, als Viola in Shakespeares WAS IHR WOLLT und als DIE ZWEITE PRINZESSIN im gleichnamigen Kinderstück von Gertrud Pigor erleben.
Carola Marie Lowitz (Regie) ist seit Beginn der Spielzeit 2004/05 als Regieassistentin am Stadttheater Gießen engagiert. Sie studierte Theaterwissenschaft, Ethnologie, Geschichte und Kunstgeschichte in Mainz und war bereits während ihres Studiums als Assistentin von Harald Fuhrmann an mehreren Produktionen der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin beteiligt. In Gießen inszenierte sie DIE WORTLOSE von Wilfried Happel und das Kinderstück EIN WORT IST EIN WORT von Michael Ramløse.
Mai 2012
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