vorgestellt – SALOME
Sonntag, 04. Februar | 11.00 Uhr | Eintritt frei
GIESSEN (mip/r). Vor 21 Jahren war SALOME zum letzten Mal am Stadttheater Giessen zu sehen. Mit der Premiere am Samstag, dem 10. Februar, kehrt das Musikdrama von Richard Strauss in der Inszenierung von Frank Hilbrich, der hier bereits mit Alban Bergs WOZZECK reüssieren konnte, wieder auf den Spielplan zurück. In der Titelpartie der Salome ist die junge französische Sopranistin Valérie Suty zu erleben, an ihrer Seite als Jochanaan der stimmgewaltige Bassbariton Markus Marquardt von der Sächsischen Staatsoper Dresden, der am Stadttheater Giessen sein Debüt in der Rolle des Propheten gibt. Cornelia Dietrich, dem Gießener Publikum bekannt aus FALSTAFF und DER KONSUL, und Wojciech Halicki-Alicca, der sich am Stadttheater als Hauptmann in WOZZECK präsentierte, stehen in SALOME als machtgieriges Herrscherpaar Herodias und Herodes auf der Bühne.

Richard Strauss schuf mit seiner Vertonung der Salome-Geschichte von Oscar Wilde einen Meilenstein der Opernliteratur: Salome, Stieftochter des Herodes, verzehrt sich nach dem Propheten Jochanaan, der im Kerker des Schlosses gefangen gehalten wird. Als Jochanaan auf ihre Verführungsversuche nicht reagiert, rächt sich Salome. Sie tanzt für ihren lüsternen Stiefvater Herodes den „Tanz der Sieben Schleier“ und verlangt als Lohn den Kopf Jochanaans auf einem silbernen Tablett. Dem entsetzten Herodes bleibt keine Wahl ...
Das Stadttheater Giessen lädt am Sonntag, dem 4. Februar, um 11.00 Uhr zur Reihe „vorgestellt“ mit Regisseur Frank Hilbrich und Generalmusikdirektor Carlos Spierer ins Große Haus des Stadttheaters ein. Die Einführungsmatinee zu SALOME gibt Einblicke in die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte des Werkes, bietet Wissenswertes zu Richard Strauss und seiner musikalischen Komposition. Regisseur Frank Hilbrich stellt im Gespräch mit Musikdramaturgen Christian Steinbock das Inszenierungskonzept vor und erzählt von seiner Annäherung an den Mythos der Salome als eine der berühmtesten Frauenfiguren. Selbstverständlich dürfen aber auch musikalische Kostproben aus dem Musikdrama, gesungen von der Sängerin Valéry Suty und den Sängern Markus Marquardt und Wojciech Halicki-Alicca, nicht fehlen. Björn Huestege begleitet die Künstler auf dem Klavier.
Der Eintrittzur Matinee ist frei.
Giessen, 29. Januar 2007 / Bild: Lukas Noll (Stadttheater Giessen)
Mai 2012
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