GIESSEN-FRIEDBERG (mip/r). Jeweils eine Kommune aus dem Vogelsbergkreis und dem Wetteraukreis haben die Hebesätze für die Gewerbesteuer für das Jahr 2007 erhöht. Ein Anstieg ist in Limeshain von 300 Prozent auf 310 Prozent und in Schwalmtal von 310 Prozent auf 320 Prozent, zu verzeichnen. Indessen plant Feldatal eine Erhöhung von 300 Prozent auf 350 Prozent. Der Beschluss steht allerdings noch aus. Die Hebesätze im Landkreis Giessen blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.
In einer Umfrage bei allen 62 Städten und Gemeinden des IHK-Bezirks hat die IHK Giessen-Friedberg die Veränderungen bei den kommunalen Steuern abgefragt und ausgewertet. Dabei wurde nicht nur nach der Gewerbesteuer, sondern auch nach den Grundsteuern A und B gefragt.
Der Landkreis Giessen weist mit einem durchschnittlichen Gewerbesteuersatz von 327 Prozent den höchsten Wert der drei Kreise auf. Dies ist maßgeblich durch den hohen Hebesatz der Stadt Giessen (420 Prozent) bedingt. Der Vogelsbergkreis liegt im Durchschnitt bei 326 Prozent. Für den Wetteraukreis wurde der durchschnittlich günstigste Hebesatz von 318 Prozent ermittelt.
Deutlich den höchsten Gewerbesteuersatz hat die Universitätsstadt Giessen mit 420 Prozent, gefolgt von Alsfeld mit 390 Prozent und Lauterbach mit 380 Prozent. Im Wetteraukreis liegt der höchste Hebesatz bei 340 Prozent und wird durch die Kommunen Bad Nauheim, Büdingen, Butzbach, Friedberg, Gedern und Münzenberg erhoben. Die niedrigsten Hebesätze für die Gewerbesteuer liegen bei 300 Prozent. Auch Bad Vilbel, die größte Stadt des Wetteraukreises, gehört zu diesen Kommunen.
Erhöhung der Grundsteuer
Wie die Umfrage weiter zeigt, haben zum Jahresanfang 2007 acht Städte die Hebesätze der Grundsteuer B angehoben. So werden in Friedberg, Grünberg, Limeshain sowie Schwalmtal jeweils 10 Prozentpunkte, in Feldatal, Freiensteinau und Kefenrod jeweils 20 Prozentpunkte und in Wettenberg 60 Prozentpunkte mehr verlangt als im Vorjahr. Die Grundsteuer A, die für land- und forstwirtschaftlich genutzte Grundstücke erhoben wird, wurde für 2007 in Friedberg und Schwalmtal um 10 Prozentpunkte und in Feldatal, Freiensteinau sowie Kefenrod um 20 Prozentpunkte erhöht. Wettenberg hat die Grundsteuer A jedoch um 30 Prozentpunkte, Gedern um 25 Prozentpunkte gesenkt.
Die Gewerbesteuer ist eine Gemeindesteuer und die wichtigste originäre Einnahmequelle der Kommunen zur Bestreitung ihrer öffentlichen Aufgaben. Durch die Festsetzung der einzelnen Hebesätze für diese Steuerarten hat die Kommune die Möglichkeit, Einfluss auf die Höhe der durch die Unternehmen zu leistenden Abgaben zu nehmen. Die Hebesätze werden jährlich im Rahmen der kommunalen Haushaltberatungen neu festgesetzt. Die Grundsteuer A wird auf Grundstücke der Landwirtschaft und die Grundsteuer B auf bebaute oder bebaubare Grundstücke sowie auf Gebäude erhoben.
Die komplette Übersicht über die drei Kreise des Kammerbezirks ist erhältlich bei der IHK Giessen-Friedberg, Heidi Born, Tel. 06031/609.
Giessen, 30. Januar 2007
Mai 2012
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