GIESSEN (mip/r). Das kürzlich sanierte Verwaltungsgebäude der Universität Giessen in der Goethestraße 58 hat einen neuen Namen: Der Senat der JLU hat in seiner Sitzung am Mittwoch einstimmig dem Vorschlag des ehemaligen Präsidenten Prof. Dr. Stefan Hormuth zugestimmt, das ehemalige Finanzamt künftig Erwin-Stein-Gebäude zu nennen. Um Verwechslungen zu vermeiden, wurde außerdem beschlossen, dem bereits bestehenden Erwin-Stein-Haus der JLU die Ergänzung der Ortsangabe in Annerod beizufügen.
Namensgeber ist der 1903 in Grünberg geborene hessische CDU-Politiker und Jurist Erwin Stein. Er war 1950 maßgeblich an der Verabschiedung des Gesetzes zur Errichtung der Justus-Liebig-Hochschule beteiligt. Außerdem setzte er sich stark für die Demokratisierung der Hochschulen nach dem Dritten Reich ein. Er gilt als einer der Väter der hessischen Landesverfassung. Von 1951 bis 1971 war Stein Richter am Bundesverfassungsgericht. Er starb 1992 in Annerod.
Im Erwin-Stein-Gebäude arbeiten derzeit rund 200 Mitarbeiter der Justus-Liebig-Universität, unter anderem sind der Studienservice (Studierendensekretariat, Studienberatung, Abteilung Internationale Studierende), die Dezernate C und D sowie das Büro der Frauenbeauftragten dort eingezogen. Das Haus wurde für 7,8 Millionen Euro saniert und verfügt über 4000 Quadratmeter Hauptnutzfläche.
Giessen, 14. Januar 2010
Februar 2012
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