GIESSEN (mip/r). Der Vortrag „Subversive Geschlechtskonstruktionen in Virginia Woolfs ‚Orlando’“ beschäftigt sich mit der Konstruktion von Geschlecht und Sexualität in Virginia Woolfs „Orlando“, mit historisch variablen Geschlechtszuschreibungen, mit dem genussvoll zelebrierten Spiel mit den Geschlechtern und dem literarisch inszenierten Geschlechtswechsel. Diese Phänomene werden sowohl im Lichte zeitgenössischer Konzeptionen von Geschlecht als auch im Horizont der neueren Gender-Theorie diskutiert.
Der Vortrag mit Prof. Dr. Eveline Kilian von der Humboldt-Universität Berlin findet am Donnerstag, dem 08. Februar 2007 um 19 Uhr im Biologischen Hörsaal des Uni-Hauptgebäudes, Ludwigstraße 23 in Giessen statt.
Der Film ‚Orlando’ nach dem Roman von Virginia Woolf mit Tilda Swinton und Billy Zane in den Hauptrollen wird am Sonntag, dem 11. Februar 2007 um 17 Uhr im FrauenKulturZentrum Giessen in der Steinstraße 75 gezeigt.
Orlando durcheilt in einem einzigen Leben vier Jahrhunderte, von den Tagen der großen Elisabeth bis zum heutigen Tag. Auf halbem Wege wechselt der junge Edelmann das Geschlecht. Aus dem Favoriten der greisen Königin, dem liebeswunden Höfling, dem Gesandten der Krone in fernen Landen wird Orlando eine Lady, die in den literarischen Salons des 18. Jahrhunderts belächelt wird und im Zeitalter Viktorias vom Mann ihrer Träume ein Kind empfängt. Orlandos Reise durch die Zeit endet im lärmenden London von heute.
Veranstalterin ist die Frauenbeauftragte der Justus-Liebig-Universität Giessen in Kooperation mit dem Elisabeth-Selbert-Verein, FrauenKulturZentrum Giessen. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei.
Giessen, 30. Januar 2007
Mai 2012
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