WIESBADEN (mip/r). Als bedeutendes Forum für den ländlichen Raum bezeichnete Hessens Wirtschaftsminister Dieter Posch den Ländertag Hessen, den er gemeinsam mit der Bad Nauheimer Rosenkönigin Janina Michel am Samstag im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2010 (IGW) in Berlin eröffnet. „Hier bietet sich dem Besucher die Gelegenheit, Informationen zu sammeln, Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen“, so der Minister.
Der Beitrag zur Bund-Länder-Gemeinschaftsschau zur Entwicklung ländlicher Räume „LebensTraum Dorf“ soll dem Messepublikum vor allem die Vielfalt und Qualität der touristischen Angebote im ländlichen Raum zeigen. Posch: „Der Ländertag Hessen greift unter dem Leitthema „Hessen mit dem Rad entdecken“ Beispiele aktueller Förderstrategien auf. Bildimpressionen aus Nordhessen, Interviews, Aktionen und kulturelle Darbietungen geben den Messebesuchern einen lebhaften Eindruck hessischer Radtouren.
„Wir hoffen, mit der diesjährigen Messebeteiligung auch wichtige Akzente in der Region gesetzt zu haben“, betonte Posch. So sei es zentrales Anliegen, die zur Verfügung stehenden Förderangebote stärker miteinander zu verknüpfen, um die touristische Entwicklung der ländlichen Räume zielgruppen- und themenorientiert voranzubringen. Im Radtourismus gehe es hierbei vorrangig um Synergien durch den gezielten Fördermitteleinsatz aus den Programmen des Radwegebaus, der Flurneuordnung, der ländliche Entwicklung und des Landtourismus.
Zum Beispiel habe man sich bereits vor der IGW mit den Partnern Nordhessens darauf verständigt, dass für den Fuldaradweg eine Stärken-Schwächen-Analyse mit dem Ziel der ADFC-Zertifizierung durchgeführt werde. Zudem solle das bestehende Bett&Bike Angebot noch optimiert werden. Außerdem würden die Einrichtung einer zentralen Koordinierungsstelle und ein gemeinsames Marketing aller Anrainer geprüft. Grundsätzlich komme hierfür eine Förderung mit Mitteln aus dem Entwicklungsplan des ländlichen Raums 2007 bis 2013 in Frage. Die konzeptionellen Vorarbeiten würden im Dialog zwischen den Tourismus- und Regionalentwicklungsorganisationen in Kürze beginnen.
„Aber schon jetzt lohnt sich ein Radurlaub auf den flussbegleitenden Radwegen von Fulda, Werra, Weser, Eder, Schwalm und Diemel“, betonte der Minister. „Ein besonderes Radvergnügen biete auch der „BahnRadweg Hessen“. Auf ehemaligen Bahntrassen führe die Route ab Hanau bis nach Bad Hersfeld. Weitere Teilabschnitte seien in Vorbereitung und Umsetzung, wie beispielsweise der im Spätherbst 2009 eingeweihte Streckenabschnitt im Knüll. „Ohne steile Anstiege und in hervorragender Qualität ermöglicht der „BahnRadweg Hessen“ Radelspaß für alle Altersgruppen“, sagte Posch.
Zur Vorbereitung einer Radtour durch Hessen bietet die neue Faltkarte der HA Hessen Agentur GmbH einen optimalen Überblick ( www.hessen-tourismus.de ). Eine Planung bis ins Detail ermöglicht der online-Radroutenplaner Hessen (www.radroutenplaner.hessen.de).
Giessen, 15. Januar 2010
Februar 2012
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