GIESSEN (mip/r). Die Mitarbeiter der Müllabfuhr in Giessen kämpfen zurzeit täglich gegen Glätte und Schnee: Sie rutschen auf spiegelglatten Gehwegen aus, schieben oder tragen schwere Müllgefäße über ungestreute Zuwegungen von den Müllstandplätzen zum Straßenrand und müssen über vielfältige Schneeberge die oft schweren Müllbehälter transportieren. Stadtrat Rausch bittet deswegen die Giessener Bürgerschaft um Zusammenarbeit, bevor es zu ungeleerten Mülltonnen oder gar zu Unfällen bei der Müllabfuhr kommt. Denn für den Winterdienst auf Geh- und Wohnwegen sind immer die Anlieger verantwortlich.
Im Einzelnen bittet Rausch darum, Schnee von den Gehwegen nicht auf die Fahrbahnen zu schieben. Viele schmale Straßen werden dadurch noch schmaler und für die großen Müllfahrzeuge noch viel schwieriger befahrbar. Und die Müllmänner müssen die schweren Tonnen oft über den Schneewall heben, der sich neben dem Gehweg bildet, und geraten damit in Unfallgefahr. In Wendehämmern können die großen Müllfahrzeuge manchmal nicht mehr wenden.
Den Zugang zu den Behältern und zu den Behälterplätzen mit Großcontainern bittet Rausch rechtzeitig zu räumen und abzustreuen. Verschneite und vereiste Zugänge zu den Müllbehälterplätzen bergen erhöhte Gefahren. Durch tiefen Schnee lassen sich diese großen, teils mehrere hundert Kilogramm schweren Müllbehälter nur mit sehr viel Kraft schieben oder ziehen. Auf vereisten Wegen können die Müllmänner die Gefäße nicht sicher transportieren. Dies gilt umso mehr für Zufahrten mit Steigungen.
Rausch bittet auch darum, dass die Kraftfahrzeuge so geparkt werden, dass die Müllfahrzeuge ohne Probleme anfahren und vorbeifahren können. Ferner sollen die Mülltonnen für die Entleerung so bereitgestellt werden, dass sie ohne Schwierigkeiten und Zeitverlust entleert werden können.
Nochmals weist Rausch darauf hin, dass der Abfall in der Biotonne - aber auch in der Restmülltonne und selbst beim Altpapier - anfrieren kann. Deshalb können die Tonnen nicht oder nicht vollständig entleert werden. Hier schafft vorausschauendes Handeln Abhilfe, insbesondere dürfen keine nassen Abfälle eingefüllt werden, die nicht extra verpackt sind.
Die Mülllader werden sich für die Mithilfe bedanken.
Giessen, 28. Januar 2010
Februar 2012
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