WIESBADEN (mip/r). Das hessische Bauhauptgewerbe musste im Jahr 2009 einen Umsatzrückgang und ein Beschäftigungsminus hinnehmen, aber im zweiten Halbjahr gab es eine Auftragsbelebung und die Beschäftigungssituation hat sich zunehmend verbessert. Nach Angaben des Hessischen Statistischen Landesamtes lagen die baugewerblichen Umsätze im Jahr 2009 mit 5,3 Milliarden Euro um 7,2 Prozent niedriger als im Jahr zuvor. Damit wurde erstmals seit vier Jahren wieder das Vorjahresniveau verfehlt. Gegen den allgemeinen Trend gab es beim gewerblichen und industriellen Tiefbau ein Plus von elf und beim Straßenbau von 7,2 Prozent.
Die Beschäftigtenzahl des hessischen Bauhauptgewerbes lag im Durchschnitt des Jahres 2009 mit 46 200 um drei Prozent niedriger als im Vorjahr. Allerdings hatte sich die Abnahmerate im Jahresverlauf markant verringert und im Dezember gab es nur noch einen Rückgang um 0,8 Prozent.
Seit August 2009 hatte sich die Nachfrage zunehmend belebt, wobei vor allem der Straßenbau vom Konjunkturprogramm profitierte. Im gesamten Jahr 2009 verzeichnete der Straßenbau ein Auftragsplus von 24 Prozent. Dagegen war die Nachfrage im gewerblichen und industriellen Hochbau mit einem Minus von 22 Prozent stark rückläufig. Hier wirkte sich vor allem die geringe Investitionstätigkeit bei Büro- und Industriebauten aus. Wegen der ungünstigen Entwicklung im ersten Halbjahr verbuchte das hessische Bauhauptgewebe im Jahr 2009 bei den Aufträgen ein Minus von 0,7 Prozent.
Giessen, 16. Februar 2010
Mai 2012
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