GIESSEN (mip/r). Er ist Mathematiker und gleichzeitig betätigt er sich auf dem Feldder Literaturwissenschaft. Für Prof. Knut Radbruch ist das kein Widerspruch sondern eine fruchtbare Ergänzung.
In der ersten Folge der Talk-Reihe „Beutelspachers Sofa“ im neuen Jahr werden sich Mathematikum-Direktor Prof. Albrecht Beutelspacher und Prof. em. Knut Radbruch am Dienstag, 20. Februar, über „Mathematik und Literatur“ unterhalten.
Der 2001 emeritierte Professor für Mathematik und ihre Didaktik (Universität Kaiserslautern) ist noch immer dafür unterwegs, seiner Wissenschaft ein besseres öffentliches Image zu verschaffen. Eines seiner Themen ist dabei die Wechselwirkung zwischen der Mathematik und den Geisteswissenschaften. „Mathematische Spuren in der Literatur“ heißt sein 1997 veröffentlichtes Buch, in dem er sich in der Welt der Schriftsteller nach Bezügen zur Mathematik umschaut.
Selbst bei Wilhelm Buschs Figur Balduin Bählamm findet Radbruch noch Mathematisches, wenn dieser in die fünfte Dimension auswandert, „da die vierte jetzt von Geistern ohnehin besetzt“. Vom 17. Jahrhundert, dem saeculum mathematicum (Jahrhundert der Mathematik) an, spürt er mathematische Motive und Motivation im Wesentlichen in deutschsprachiger Literatur auf. Im Mathematikum nun lädt er die Gäste des Talk-Abends ein, mit ihm auf Spurensuche zu gehen und festzustellen, wie oft die Mathematik Einzug in Romane, Gedichte und Essays gefunden hat.
Giessen, 14. Februar 2007
Mai 2012
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