GIESSEN (mip/r). Der „Tag des Wassers“ – heute vielfach als „Weltwassertag“ bezeichnet – wurde auf der 47. Vollversammlung der Vereinten Nationen am 22. Dezember 1992 ins Leben gerufen, um die Bedeutung von Wasser als unverzichtbare Voraussetzung für unser Leben auf der Erde zu unterstreichen. Die Vereinten Nationen haben den Weltwassertag 2010 unter das Motto „Sauberes Wasser für eine gesunde Welt“ gestellt.
Den Status Quo zum durchschnittlichen Bedarf an Wasser in Hessen und den damit verbundenen notwendigen Maßnahmen der Wasserwirtschaft ermittelt das Hessische Statistische Landesamt im dreijährigen Turnus. Im Rahmen der Erhebungen zur Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung wurden zuletzt für das Jahr 2007 im öffentlichen Bereich folgende Fakten festgestellt:
• 99,9 Prozent der hessischen Bevölkerung bezogen ihr Trinkwasser aus dem öffentlichen Netz.
• Die öffentlichen Wasserversorger förderten insgesamt 362 Millionen Kubikmeter Wasser, welches zu 75,5 Prozent aus dem Grundwasserreservoir stammte.
• Jeder Einwohner verbrauchte täglich 122,7 Liter Trinkwasser.
• Fast alle Einwohner Hessens (99,5 Prozent) entsorgten ihr Abwasser über die öffentliche Kanalisation. Die Gesamtlänge des öffentlichen Kanalnetzes betrug rund 38000 Kilometer.
• In den rund 700 öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen wurden 99,9 Prozent des Abwassers (942 Millionen Kubikmeter) mit biologischen Verfahren behandelt.
• Es fielen insgesamt 162 000 Tonnen Klärschlamm (auf Trockenmasse berechnet) an. Knapp drei Fünftel davon wurden stofflich verwertet – zum Beispiel in der Landwirtschaft oder durch Kompostierung. Der Rest wurde vorwiegend thermisch entsorgt.
22. März 2010
Februar 2012
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