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Inflationsrate in Hessen im April unverändert bei 0,8 Prozent








GIESSEN (mip/r).                             Weiterhin hohe Preise für Heizöl und Kraftstoffe ließen die Inflationsrate im April auf dem Niveau des Vormonats verharren. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex im April 0,8 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats. Im März hatte die Inflationsrate ebenfalls 0,8 und im Februar 0,3 Prozent betragen. Binnen Monatsfrist sank der Verbraucherpreisindex im April um 0,1 Prozent.




Das Preisniveau für Nahrungsmittel lag im April 1,1 Prozent höher als im Vormonat. Insbesondere Obst verteuerte sich um 8,3 Prozent gegenüber März deutlich. Ebenfalls teurer wurden Fische und Fischwaren (plus 2,7 Prozent), Gemüse (plus 2,0 Prozent) sowie Speisefette und -öle (plus 0,1 Pro-zent). Die Preise für Fleisch und Fleischwaren blieben im Durchschnitt unverändert. Brot und Getreideerzeugnisse (minus 0,4 Prozent) sowie Molkereiprodukte und Eier (minus 0,6 Prozent) wurden billiger. Der seit sechs Monaten zu beobachtende Anstieg der Nahrungsmittelpreise hat die um die Mitte des vergangenen Jahres erfolgten Preissenkungen inzwischen mehr als ausgeglichen. Die Preise lagen durchschnittlich 1,2 Prozent über dem Niveau vom April 2009.





Für Energie zahlten die Haushalte im April durchschnittlich 0,9 Prozent höhere Preise als im Vormonat und 4,8 Prozent mehr als im April 2009. Die Preise der einzelnen Energieprodukte zeigen aufgrund der unterschiedlichen Preisbildungsverfahren deutlich voneinander abweichende Entwicklungen. Heizöl verteuerte sich binnen Monatsfrist um 4,8 Prozent und kostete 32,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Gaspreis stieg im April zwar um 1,0 Prozent gegenüber dem Vormonat, lag jedoch aufgrund vorangegangener deutlicher Preissenkungen noch 9,2 Prozent unter dem Niveau vom April 2009. Strom wurde im April 0,4 Prozent teurer und kostete 1,4 Prozent mehr als vor einem Jahr.




Autofahrer zahlten für Superbenzin 0,4 Prozent sowie für Diesel 1,9 Prozent höhere Preise als im Vormonat und 16,0 bzw. 17,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Wie stark die privaten Haushalte durch die gestiegenen Preise für Mineralölprodukte belastet werden, zeigt die ohne Heizöl und Kraftstoffe berechnete (Jahres-)Inflationsrate. Diese lag im April wie schon im März bei genau null Prozent. Nach Abzug aller Energieprodukte betrug die Inflationsrate 0,4 Prozent.




Die Preisentwicklung bei Gebrauchsgütern wirkte, wie schon in den Monaten zuvor, insgesamt stabilisierend auf die Inflationsrate. Im April waren Gebrauchsgüter durchschnittlich 1,4 Prozent billiger als vor einem Jahr. Besonders deutlich sanken die Preise im Bereich Unterhaltungselektronik. So waren Fernsehgeräte 21,0 Prozent, digitale Camcorder 17,7 Prozent, Personalcomputer 16,0 Prozent und Notebooks 14,1 Prozent billiger als vor einem Jahr. In anderen Bereichen gingen die Preise ebenfalls zurück, aber weniger stark. Bekleidung wurde binnen Jahresfrist 2,9 Prozent, Schuhe wurden 2,1 Prozent, Möbel und Einrichtungsgegenstände 1,4 Prozent sowie Heimtextilien 1,3 Prozent billiger.




Dienstleistungen (ohne Mieten) verteuerten sich binnen Jahresfrist durchschnittlich um 0,4 Prozent. Dies betraf insbesondere die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (plus 3,1 Prozent), ambulante Gesundheitsdienstleistungen (plus 2,4 Prozent) sowie Sport- und Erholungsdienstleistungen (plus 2,0 Prozent). Die deutlich niedrigeren Preise für Pauschalreisen sowohl gegenüber dem Vormonat (minus 12,1 Prozent) als auch gegenüber April 2009 (minus 9,2 Prozent) sind auf einen Saison-Effekt zurückzuführen. Denn während 2009 die teuren Oster-Saisonangebote im April lagen, begann 2010 die Oster-Saison schon im März , sodass die teuren Oster-Angebote statistisch dem März zugerechnet wurden.




Giessen, 28. April 2010










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