GIESSEN (mip/r). Drei neue Sonderforschungsbereiche für die Justus-Liebig-Universität Giessen hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) genehmigt. Groß ist die Freude an der JLU, dass die wissenschaftlichen Erfolge und intensiven Bemühungen um interdisziplinäre Vernetzungen auch mit anderen Universitäten und Einrichtungen durch die Bewilligungen honoriert worden sind. Im Fokus der Forschungsarbeiten stehen Knochenersatzmaterialien, die Regulation der Genaktivität und die Abwehr von Lungenentzündungen. Grund genug für das JLU-Präsidium, den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für diesen herausragenden Erfolg in der Spitzenforschung im Rahmen eines Empfangs zu gratulieren.
Es handelt sich um drei Sonderforschungsbereiche an mehreren Standorten, sogenannte Transregios (SFB/TRR). Die JLU ist bei zwei Sonderforschungsbereichen (SFB/TRR 79 und SFB/TRR 81) federführend, am SFB/TRR 84 maßgeblich beteiligt und stellt dort den stellvertretenden Sprecher.
SFB/TRR 79: „Werkstoffe für die Hartgeweberegeneration im systemisch erkrankten Knochen“
Beteiligte Einrichtungen: die Universitäten Giessen, Dresden und Heidelberg,
das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg, die Leibniz-Institute für Festkörper- und Werkstoffforschung und für Polymerforschung in Dresden sowie das Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden.
(Sprecher: Prof. Dr. Dr. Reinhard Schnettler, JLU, Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie).
SFB/TRR 81: „Chromatin-Veränderungen in Differenzierung und Malignität“
Beteiligte Einrichtungen: die Universitäten Gießen, Marburg und Rotterdam sowie das Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim
(Sprecher: Prof. Dr. Rainer Renkawitz, Institut für Genetik der JLU)
SFB/TRR 84: „Angeborene Immunität der Lunge: Mechanismen des Pathogenangriffs und der Wirtsabwehr in der Pneumonie“
Beteiligte Einrichtungen: die Universitäten Gießen und Marburg, die Charité – Universitätsmedizin Berlin, das Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik in Berlin und das Robert-Koch-Institut in Berlin
(Federführung/Sprecher: Prof. Dr. Norbert Suttorp, Charité Berlin /
stellvertretender Sprecher: Prof. Dr. Jürgen Lohmeyer, JLU, Leiter der klinischen Forschergruppe Infektiologie, Medizinische Klinik II.
Insgesamt hat die DFG nach einem harten Auswahlverfahren zwölf neue SFB eingerichtet. „Die drei Bewilligungen stellen eine nachhaltige Stärkung des lebenswissenschaftlichen Schwerpunkts der JLU dar“, ist JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee überzeugt.
Giessen, 08. Juni 2010
Februar 2012
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